Øíman gegen Comeback von Jiøí Èunek

Verkehrsminister schließt Rückkehr des KDU-ÈSL-Chefs ins Kabinett aus

Prag - Als erstes Mitglied der Prager Koalition hat sich Verkehrsminister Martin Øíman (Foto) gegen eine Rückkehr von Jiøí Èunek in die Regierung ausgesprochen. Er begründete dies mit Unklarheiten im Zusammenhang mit Sozialleistungen an die Familie des KDU-ÈSL-Vorsitzenden.

"Jiøí Èunek hat die Regierung wegen der Sozialleistungen verlassen, und in dieser Angelegenheit hat sich bis auf den heutigen Tag nichts geändert", sagte der ODS-Politiker in einem Interview für den Privatsender Frekvence 1 (Prag).

Ein Comeback des unlängt zurückgetretenen Ministers für Regionalentwicklung wird von einigen Mitgliedern der KDU-ÈSL befürwortet, nachdem die Staatsanwaltschaft in Jihlava (Mähren) gestern die Ermittlungen gegen ihn eingestellt hat. Unter anderem hatte sich Volkspartei-Vize Roman Línek für eine Rückkehr Èuneks ausgesprochen.

Der Ministerpräsident und ODS-Vorsitzende Mirek Topolánek hat in dieser Frage noch nicht öffentlich Stellung genommen.

Nach Einstellung der Korruptions-Ermittlungen gegen Èunek untersuchen die Behörden gegenwärtig noch die Umstände, unter denen er der Sozialleistungen wie Wohngeld bezogen hatte.


Tschechien Online, 21.11.2007. Foto: ÈTK
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