ÈSSD vergößert Vorsprung bei Wählerpräferenzen auf gut zehn Prozent
Prag - Würde zurzeit gewählt werden, wäre die ÈSSD (links Parteichef Paroubek, rechts Vize Sobotka) mit 38 Prozent der Stimmen die stärkste Partei im tschechischen Abgeordenetenhaus. Das geht aus der aktuellen Wählerumfrage des Meinungsforschungsinstituts Factum Invenio (Prag) hervor.
Danach wäre die regierende Demokratische Bürgerpartei (ODS) mit 27,8 Prozent zweitstärkste Kraft.
Einen so großen Unterschied hat es zwischen den beiden großen Parteien Tschechiens in den Wählerpräferenzen bislang noch nicht gegeben, berichtet der Online-Dienst Novinky.cz (Prag).
Auch die kleineren Koalitionspartner in der Prager Regierung, Volkspartei (KDU-ÈSL) und Grüne, kämen mit 6,4 beziehungsweise 7,6 Prozent der Stimmen über die Fünf-Prozent-Hürde. Die Kommunisten (KSÈM) würden mit 17,5 Prozent drittstärkste politische Kraft im Prager Unterhaus.
Stabile Regierungsmehrheiten wären demnach mit einer Mitte-Links-Koalition aus Sozialdemokraten, KDU-ÈSL und Grünen (105 Sitze) oder einem rot-roten Bündnis von ÈSSD und KSÈM möglich (118 Sitze). Eine große Koalition aus ÈSSD und ODS käme sogar auf 155 Sitze.
Tschechien Online, 25.1.2008. Foto: ÈTK