"Sachsen spielt im Prager Frühling eine große Rolle"

Frauenstein. Die "68er" - sie sind wieder aktuell, denn ein Jubiläum steht an. Denken die Westler an die Zeit vor 30 Jahren zurück, stehen Studentenunruhen und Vorgeschichte des Terrorismus im Mittelpunkt. Ganz anders die Ostdeutschen: Für sie verbindet sich mit 1968 der Prager Frühling - jener Versuch in der damaligen CSSR, den Sozialismus zu reformieren. Doch die Hoffnungen und Versuche des Ausbruchs aus starren sozialistischen Dogmen im DDR-Nachbarland wurden schnell und brutal niedergeschlagen, wenig nur durfte an die Öffentlichkeit dringen. Doch der Einmarsch der Russen damals ins Tschechische führte auch über das Erzgebirge und ist vielen noch gegenwärtig.



Freie Presse, 25.04.2008
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