Kommission: Gründung eines gemeinsamen Unternehmens keine Wettbewerbsbeschränkung
Prag/Brüssel - Die EU-Kommission (Foto) hat nach eigenen Angaben die Gründung eines Beteiligungsunternehmens zwischen dem staatlichen Energieproduzent ÈEZ und dem ungarischen Mineralölkonzern MOL gebilligt.
Die Kommission in Brüssel sah in der Gründung des gemeinsamen Unternehmens keine Beschränkung des Wettbewerbs innerhalb der EU, meldet die Nachrichtenagentur ÈTK (Prag).
Ziel des gemeinsamen Unternehmens ist zunächst der Bau zweier Gaskraftwerke, die Wärme und Strom in der Nähe von Bratislava und dem ungarischen Százhalombatta produzieren sollen.
Die Kosten des gemeinsamen Projekts werden auf etwa 35 Milliarden Kronen geschätzt. Jedes Kraftwerk soll 800 Megawatt Strom produzieren und 2013 oder 2014 in Betrieb genommen werden.
Der tschechische Energiekonzern, wie auch MOL, halten jeweils 50 Prozent an dem Beteiligungsunternehmen. Diese Verteilung gilt auch für die Stimmrechte, bei der Entscheidungsfindung sowie auf der Managementebene.
ÈEZ und MOL gehören zu den größten Energieunternehmen in Mittel- und Osteuropa. Zusammen erwirtschaften die Unternehmen derzeit einen Umsatz von bis zu 500 Milliarden Kronen.
Tschechien Online, 14.5.2008. Foto: ÈTK