Nachlassender Konsum und starke Krone bremsen das Wachstum
Prag - Die tschechische Wirtschaft ist im zwischenjährigen Vergleich im ersten Quartal 2008 um 5,4 Prozent gewachsen.
Damit liegt das Wachstum um ein Prozent niedriger als im Vorjahr. Die Arbeitslosigkeit ist zwischenjährig um 1,7 % Prozent gesunken. Das geht aus den Quartals-Angaben hervor, die am Donnerstag das Tschechische Statistikamt (ÈSÚ) veröffentlicht hat.
Nach Einschätzung von Analysten ist das zwischenjährige Wachstum von 5,4 % freilich keine Überraschung. Denn schon nach den früher veröffentlichten Angaben der tschechischen Industrie und des Außenhandels war klar, dass das Ergebnis des BIP schwächer sein würde.
Im letzten Quartal 2007 betrug das tschechische Wirtschaftswachstum noch 6,9 Prozent, im gesamten Jahr 2007 lag es bei 6,6 Prozent. Nach den Prognosen der tschechischen Notenbank (ÈNB) könnte das Wirtschaftswachstum im gesamten Jahr 2008 lediglich 4,7 Prozent erreichen. Deutlich optimistischer, nämlich mit einem Zuwachs von 6,6 Prozent, schätzt das Finanzministerium das diesjährige zu erwartende tschechische Wirtschaftswachstum ein.
Hauptfaktoren des schwächeren Wachstums sind der nachlassende Konsum der privaten Haushalte, die gestiegene Inflation und nicht zuletzt die weiter an Stärke zunehmende tschechische Krone.
Tschechien Online, 15.5.2008. Foto: ÈTK