Fast 80 Prozent der befragten Unternehmen halten Abbau von bürokratischen Hürden für notwendig
Prag - Fast ein Drittel der Unternehmen in Tschechien hält die weitere Umsetzung von Reformen innerhalb des tschechischen Steuerrechts für notwendig.
Dies ergab eine repräsentative Umfrage der Prager Wirtschaftskammer (HKP) im Auftrag der Nachrichtenagentur ÈTK (Prag) unter 1.012 Unternehmen unterschiedlicher Größe in Tschechien.
Wie die ÈTK meldet, gab ein Drittel der befragten Unternehmen im Rahmen dieser Umfrage an, dass die ab Januar 2008 geltenden Änderungen des tschechischen Steuerrechts sich kaum auf ihr wirtschaftliches Ergebnis auswirken wird.
So gaben 27,4 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sich für sie keine konkreten Veränderungen durch die jüngste Steuerreform ergeben, 32 Prozent gaben an, dass weitere Reformen nötig seien um wirtschaftliche Resultate erkennen zu können.
Fast 15 Prozent der befragten Unternehmen befürchteten sogar, dass die jüngste Reform des Steuerrechts der Wirtschaft eher geschadet als genutzt habe. Ein Fünftel der Unternehmen war der Meinung, dass die Reformen ihnen nichts Positives gebracht hätten und ganze 1,5 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie von der Reform profitiert hätten.
„Die Wirtschaft hat von Anfang an radikalere Reformen gefordert“, so der Präsident der Prager Wirtschaftkammer Petr Ku¾el.
Etwa 80 Prozent der befragten Unternehmen sprachen sich für einen weiteren Abbau der Bürokratie und 72 Prozent der befragten Unternehmen für eine einfachere Gesetzgebung aus. Mehr als 53 Prozent der Unternehmen sprachen sich für eine Beschleunigung des Justizwesens aus, annähernd 40 Prozent der Unternehmen befürworteten eine Vereinfachung des tschechischen Arbeitsrechts und etwa 41 Prozent wünschten sich eine Senkung der direkten Steuern, so die Studie der HKP. (bl)
Tschechien Online, 1.7.2008. Foto: ÈTK