Verdacht auf Hundefleisch in Restaurants nicht bestätigt

Behörden untersuchen, ob Hunde illegal geschlachtet und an Asia-Restaurants verkauft wurden

Cheb - Mitarbeiter der Bezirksveterinärstation im westböhmischen Cheb haben bei Kontrollen kein Hundefleisch in Verkaufsstellen und Restaurants der ortsansässigen vietnamesischen Händler und Gastronomen gefunden. Das melden tschechische Medien am Dienstag.

Die Kontrolleure hatten stichprobenartig einige Geschäfte und Restaurants kontrolliert und Fleischproben entnommen, die sie dann zur Analyse an das Staatliche Veterinärinstitut geschickt hatten.

Ähnliche Veterinär- und Hygienekontrollen waren zwar auch in der Vergangenheit schon gang und gäbe, allerdings konzentrierten sich die aktuellen Kontrollen besonders auf die Frage, ob von asiatischen Händlern möglicherweise Hundefleisch zum Verkauf oder Verzehr angeboten worden war.

Hintergrund sind Befürchtungen, dass Hundekadaver, die unlängst in einem verfallenen Gutshof bei Cheb gefunden worden waren, geschlachtet und ihr Fleisch in Restaurants in der Umgebung gelandet sein könnte.

Zeugenaussagen hatten den Verdacht auf die vietnamesischen Händler und Gastronomen in Cheb gelenkt. In dem Gutshof hatten Polizisten und Veterinäre ein blutiges Schlachtpult sichergestellt, ebenso Gefriertruhen, in denen sich säckeweise gefrorenes Fleisch und Innereien befanden.

Der Verdacht, dass Hunde zum Verzehr geschlachtet worden waren, wurde noch durch den Fund eines Hundkopfes bestärkt, der einem Vierbeiner zugeordnet werden konnte, den erst kurz zuvor eine Frau aus einem Tierheim in Cheb an sich genommen hatte. Die Polizei in Cheb untersucht derzeit weiter, ob in dem Anwesen Tiere gequält oder illegal geschlachtet wurden. Auf den Fall aufmerksam gemacht hatte die Cheber Polizei die Leiterin des Tierheims.

Das tschechische Gesetz bestimmt nicht genau, ob Hundfleisch zum Verzehr geeignet ist und angeboten werden darf. Nach dem Tierschutzgesetz dürfen zum Verzehr jedoch ausschließlich Nutztiere verwendet werden. Welche das sind, nennt das Tierschutzgesetz zwar, allerdings mit dem Zusatz "insbesondere". (nk)


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