Nationalverband entlässt Coach Petr Rada - Kapitän tritt zurück
Prag - Die Krise hat nicht nur das politische Tschechien erfasst. Auch im Fußball geht es zurzeit drunter und drüber. Am Mittwoch entließ der Nationalverband (Èeskomoravský fotbalovy svaz, ÈMFS) Trainer Petr Rada und fünf Stammspieler.
Ein neuer Trainer soll am 28. April berufen werden. Bis dahin bleibt die Mannschaft ohne Coach, berichtete der Tschechische Rundfunk am Mittwoch.
Mit der Trennung von Rada zog der ÈMFS die Kosequenzen aus einer Serie schwacher Leistungen im Rahmen der Qualifikation für die WM 201O in Südafrika.
Der 50-Jährige hatte als Coach die Nachfolge von Karel Brückner angetreten, unter dem die Elf 2008 eine enttäuschende EM absolvierte.
Unter Radas Leitung hat Tschechien zwei Spiele verloren, viermal unentschieden gespielt und nur zweimal gewonnen. Zuletzt unterlag das Team am vergangenen Mittwoch im "Bruderduell" gegen die Slowakei vor heimischem Publik in Prag mit 1:2. In der WM-Vorbereitung steht Tschechien in Gruppe drei an vierter Stelle und muss um seine Qualifikation bangen.
Mit dem Slowakei-Spiel hängt auch der Rücktritt Ujfalu¹is sowie die Entlassung von Fenin, Baro¹, Kováè, Matìjovský und Svìrko¹ zusammen. Diese hätten Medienberichten zufolge nach der Niederlage gegen die Slowakei in Prager Kneipen gefeiert haben. Einige Spieler, darunter auch der verheiratete Ujfalu¹i, sollen in Begleitung von Prostituierten fotografiert worden sein.
Die Verbandsleitung hatte auch die Entlassung des 31-jährigen Mannschaftskapitäns geplant. Der Abwehrspieler von Atlético Madrid kam dem jedoch zuvor und erklärte freiwillig seinen Rücktritt. (gp)
;Tschechien Online, 8.4.2009