Windgeschwindigkeiten bis zu 120 km/h - Entwarnung erst ab Dienstag
Liberec/Prag - Ein hefiger Sturm, der mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometer teilweise Orkanstärkte erreichte, hat am Sonntag in weiten Teilen Tschechiens erhebliche Sachschäden angerichtet. Im Kreis Liberec (Nordböhmen) sowie auf der Vysoèina wurden Bäume entwurzelt und Dächer zerstört.
Feuerwehr und technischer Hilfsdienst mussten bis zum Abend mehr als 40 Einsätze fahren, berichtete der Tschechische Rundfunk ÈRo-Radio¾urnál (Prag).
"Am schlimmsten ist die Lage im Bezirk Liberec und im Kreis Semily", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. In diesen Gegenden sollte man sich möglichst nicht im Freien aufhalten und möglichst auch nicht Auto fahren, da Gefahr durch herabstürzende ZWeige und Äste drohe.
Zusätzlich drohten infolge der anhaltenden Trockenheit Waldbrände. Diese könnten sich aufgrund des starken Windes schnell verbreiten.
Das staatliche Wetteramt in Prag warnte davor, dass der Sturm in Nordböhmen, dem böhmisch-mährischen Hochland und in Südmähren am Montag an Kraft gewinnen könnte. Mit einer Wetterberuhigung sei frühestens ab Dienst zu rechnen. (gp)
Tschechien Online, 27.4.2009. Foto: HZS Moravskoslezského kraje