Rudolfinum zeigt einen der wichtigsten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit
Prag - Mit 150 Exponaten zeigt das Rudolfinum vom 14. Januar bis 28. März eine, das gesamte Schaffen des Künstlers beleuchtende, Retroperspektive. .
Angefangen bei seinen Aufnahmen vom Russland des Zweiten Weltkrieges, das er als junger Soldat an der Ostfront erlebte, über seine Modeaufnahmen und Portraits hin zu seinen homoerotischen Männerbildern.
Die Ausstellung, welche von der Berlinischen Galerie, dem Landesmuseum für Moderne, Kunst, Fotografie und Architektur konzipiert wurde, folgt dabei keinem chronologischen oder genreorientiertem Rahmen, sondern ordnet die Bilder nach insgesamt neuen Themenkomplexen wie "Theaterszenen", "Russland" oder "Einsamkeit und Verlorensein".
Bekannt wurde Tobias, der zu einem der bedeutendsten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit gehört und sich im Alter von zehn Jahren das Fotografieren selbst beibrachte, zunächst durch Modeaufnahmen.
Er fotografierte zuerst in Paris für die Vogue, wohin in die Liebe zum Amerikaner Dick geführt hatte, dann in Berlin. Mit der Zeit wurde ihm der Modezirkus zuviel und er widmete sich anderen Themen. Neben Portraitaufnahmen von Klaus Kinski, Hildegard Knef, Nico oder Andreas Baader, arbeitete er unter anderem auch für das Schwulenmagazin
him applaus.
Die Ausstellung gibt einen eindrucksvollen Einblick in die Welt von Tobias - vom großen Modeinszenator bin zu Bildern Sehnsucht, Sinnlichkeit und Poesie. (mk)
Website: Galerierudolfinum.cz
Tschechien Online, 17.1.2010. Foto: Galerierudolfinum.cz