Südmährischer Hauptmann warnt vor Folgen für regionale Projekte
Prag - CzechInvest wird aus Kostengründen das Beratungsangebot in seinen 13 regionalen Niederlassungen in Tschechien reduzieren.
Darauf wies der Vorsitzende der Assoziation der Kreise und Hauptmann des südmährischen Kreises, Michal Ha¹ek (Foto), im Tschechischen Fernsehen hin.
Der ÈSSD-Politiker warnte davor, dass dies zu Komplikationen beim Ausschöpfen von EU-Subventionen führen könnte, was für zahlreiche regionale Projekte das Aus bedeute.
Die Beratung von Unternehmen beim Beantragen von Fördermitteln aus den europäischen Strukturfonds gehört zu den zentralen Aufgaben von CzechInvest. Bislang wurde dieser Service kostenlos in allen Inlandsfilialen der staatlichen Handelsagentur angeboten.
Nach Darstellung Ha¹eks besteht die Gefahr, dass zukünftig nur noch in Prag ein Beratungsbüro erhalten bleibt. Er habe Industrieminister Vladimír To¹enovský und die designierte CzechInvest-Chefin Alexandra Rudy¹arova in einem Schreiben aufgefordert, die Sparpläne "gründlich zu überdenken".
In einer ersten Reaktion räumte CzechInvest-Sprecherin Lucie Kocourková ein, dass personelle Einsparungen geplant seien und im Laufe des Jahres landesweit 30 Mitarbeiter entlassen werden müssten. Eine Schließung der Regionalbüros sei jedoch nicht anvisiert. (gp)
Tschechien Online, 16.2.2010. Foto: ÈT 24