Getreidepreise könnten gegenüber 2009 um 20 Prozent steigen
Prag - Nach dem langen Winter und den Unwettern und Überschwemmungen des Frühjahrs rechnen die tschechischen Landwirte in diesem Jahr mit schweren Ernteverlusten.
Die Einbußen könnten gegenüber 2009 bis zu 15 Prozent betragen, berichtete das Tschechische Fernsehen am Dienstag unter Berufung auf Schätzungen der nationalen Agrarkammer (AK).
Mit Verlusten rechne die Kammer vor allem beim Getreide. Im vergangenen Jahr, das im langfristigen Vergleich überdurchschnittlich ertragsreich war, ernteten Tschechiens Bauern rund 7,8 Millionen Tonnen Getreide.
Infolge der geringeren Ernte könnten die Getreidepreise auf über 3000 Kronen (rund 120 Euro) pro Tonne steigen, vermutet AK-Präsident Jan Veleba. Im vergangenen Jahr wurden für die gleiche Menge nur 2500 Kronen erzielt.
"Ob die Preise tatsächlich steigen, darüber werden die Marktverhältnisse entscheiden, zumindest auf europäischer Ebene", so der Präsident der tschechischen Agrarkammer.
Der Getreideanbau nimmt in der Tschechischen Republik etwa die Hälfte des Ackerflächen ein. (gp)
Tschechien Online, 8.6.2010