Fotoausstellung auf der Prager Burg erinnert bis zum 4. September an eines der blutigsten Zeitalter unserer Geschichte
Prag - Während andere große Ereignisse der Weltgeschichte auch ihre großen Fotografen haben, fehlten dem Ersten Weltkrieg diese - bis jetzt.
Die Bilder eines unbekannten tschechischen Soldaten liefern nun Einblicke in das alltägliche Leben im Krieg. Auf 150 elektronisch überarbeiteten Bildern wird der damalige Kriegsalltag widergespiegelt.
Die Szenen zeigen rührende und intime Momente, wie Soldaten vor der Schlacht oder auf einem Friedhof und auch ganz alltägliche Situationen wie das Leben im Zeltlager wurden festgehalten. Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1919 und 1917 und wurden in Teilen Galiziens und der Italienfront fotografiert.
Obwohl Aufnahmeorte und sogar die militärischen Einheiten, in denen die Fotos entstanden, bestimmt werden konnten, bleibt die Identität des Fotografen im Dunkeln. Die Fotografien wurden im Archiv eines Prager Fotografen entdeckt, der die Glasnegative vor mehr als dreißig Jahren erstanden hatte, und sich nicht mehr an ihren Herkunftsort erinnert.
Vermutlich wurden sie von einem sehr talentierten Hobbyfotografen erstellt. Wer sich von dessen Geschick überzeugen und einen Einblick in das soldatische Leben im Krieg erhalten möchte, hat noch bis Mitte Juli Zeit, sich die Ausstellung anzusehen. (alh)
Prager Burg (Theresischer Flügel)
täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr
Website:
www.kulturanahrade.cz Tschechien Online, 14.6.2011. Foto: Kulturanahrade.cz