Der 16. Jahrgang steht unter dem Motto "Verstehen und Verzeihen"
Prag - Mit Tolstois "Krieg und Frieden" in der Inszenierung des Wiener Burgtheaters hat am Samstag in Prag das Theaterfestival deutscher Sprache begonnen.
Aufgeführt wurde das rund fünfstündige Bühnenwerk, eine viel beachtete Arbeit des neuen Intendanten des Burgtheaters, Matthias Hartmann, in den Filmstudios von Barrandov.
Der 16. Jahrgang des renommierten Festivals steht unter dem Motto "Verstehen und Verzeihen".
Neben Klassikern wie Henrik Ibsens "Nora oder ein Puppenhaus" und Jack Londons "Ruf der Wildnis" finden auch zeitgenössische Autoren ihren Platz in dem zweiwöchigen Programm, unter anderem Dea Loher und Otfried Preußler.
Von den teilnehmenden Ensembles seien stellvertretend die Münchner Kammerspiele, das Deutsche Theater Berlin, das Theater Oberhausen sowie das Performance-Kollektiv She She Pop (Berlin und Hamburg).
Ein weiterer Programmpunkt ist die Verleihung des Josef-Balvín-Preises, der die beste tschechische Inszenierung eines aus dem Deutschen übertragenen Schauspiels kürt.
Das in diesem Jahr ausgewählte Stück ist David Jaøabs "Die Legende vom heiligen Trinker" (Foto: Szenenbild) nach der gleichnamigen Erzählung von Joseph Roth.
Ergänzend zum umfangreichen Angebot an Inszenierungen findet ein Rahmenprogramm mit Publikumsdiskussionen und Ausstellungen statt. Beachtenswert ist unter anderem eine Fotoausstellung im Café Èerná labu», die Aufnahmen des Fotografen Viktor Kronbauer von früheren Jahrgängen des Theaterfestivals zeigt.
Das Festival findet noch bis zum 20. November auf ausgewählten Bühnen in ganz Prag statt. Weitere Informationen und Programminhalte sind auf der Homepage zu finden. (mo/gp)
Internet: http://www.theater.cz/de/
Tschechien Online, 6.11.2011. Foto: Theater.cz