Erster Jahrgang mit Fokus auf Frauen in der iranischen Kinematografie
Prag - Mit dem Scheidungsdrama "Nader und Simin - Eine Trennung" (Bild: Filmszene) von Asghar Farhadi beginnt am Mittwoch das Iranische Filmfestival in Prag.
Neben dem preisgekrönten Streifen, er erhielt bei der Berlinale 2011 den Goldenen Bären für den besten Film, erwarten Kinofreunde über ein Dutzend aktueller Werke des iranischen Kinos.
Auf dem Programm des ersten Jahrgangs stehen bis zum 15. Januar insgesamt 16 Vorführungen im Prager Programmkino Svìtozor.
Im Mittelpunkt der gezeigten Filme stehen gesellschaftliche Konflikte, die im Spannungsfeld von Tradition und Fortschritt erwachsen. Eine wichtige Rolle spielen Arbeiten, die sich mit den Emanzipationsbestrebungen der Frau und Widerständen auseinandersetzen.
Die Veranstaltung ist in drei Sektionen gegliedert, wobei die Spielfilmreihe dem Motto "Frauen in der iranischen Kinematografie" folgt. Gezeigt werden hier Werke, bei denen Frauen die Regie führten oder aber in deren Mittelpunkt weibliche Helden stehen. Neben dem Eröffnungsfilm sei hier stellvertretend "Gilane" der Regisseurin Rakhshan Bani-Etemad genannt.
Weitere Sektionen sind der Hauptstadt Teheran sowie dem Kurzfilm gewidmet.
Alle Filme sind mit Untertiteln in englischer und tschechischer Sprache versehen. Tickets kosten für alle Veranstaltungen 100 Kronen (rund vier Euro) und sind an der Kasse des Kinos Svìtozor erhältlich. (gp/nis)
Festival des Iranischen Films
11. bis 15. Januar, Kino Svìtozor
Vodièkova 41, Prag 1
Informationen auf den Seiten des Kinos Svìtozor:
http://www.kinosvetozor.cz/en/cykly-festivaly/167/Festival-of-Iranian-Films/246/2012/vseoakci (engl.)
Homepage des Iranischen Filmfestivals:
http://www.iranianfilmfestival.cz (engl.)
Tschechien Online, 10.1.2012. Foto: Iranianfilmfestival.cz