Überraschend habe sich neben Großbritannien auch Tschechien dem Beitritt zum neuen EU-Fiskalpakt verweigert, meldeten die Agenturen aus Brüssel. In Prag jedenfalls erstaunte das Nein des tschechischen Premiers Petr Necas niemand. Wenig überraschend war auch die Art, mit der Necas sein Votum zu begründen versuchte: Zunächst bedauerte er, dass die Nicht-Euro-Staaten künftig nicht mehr zu allen Gipfeln eingeladen werden sollten, auf denen es um die Gemeinschaftswährung gehen sollte. Dann, als dieses Problem gelöst war, legte Necas nach: Es gebe in Prag Schwierigkeiten bei der Ratifizierung des Beitritts zum Fiskalpakt.
Die Welt, 01.02.2012