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prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Reise, Auto-Moto, Transport | 28. August 2016, 14:01 Uhr
Streckenführung ändert sich bei neun Linien, drei Tramlinien kommen neu hinzu

Prag - Am heutigen Sonntag tritt ein neuer Fahrlplan der Prager Verkehrsbetriebe (DPP) in Kraft, der zu etlichen, zum Teil deutlichen dauerhaften Veränderungen im Netz der Prager Straßenbahnen führt.

Statt bislang 21 verkehren künftig 24 Tageslinien in der tschechischen Hauptstadt und neun bestehende Linien ändern ihre Streckenführung. Einige Tageszeitungen bezeichnen die Veränderungen daher gar als "Revolution."  

Das Unternehmen ROPID, das das System des öffentlichen Nahverkehrs in Prag organisiert, verspricht sich von den Änderungen eine Stärkung der Kapazitäten auf den frequentiertesten Strecken. Ein weiterer Vorteil sei die neue direkte Tramverbindung von Stadtteilen, bei denen die Fahrgäste bislang umsteigen mussten.

Über die Änderungen informieren die Prager Verkehrsbetriebe auf ihren Webseiten, zudem werden in den ersten Tagen Mitarbeiter der Prager Verkehrsbetriebe mit Flugblättern und Infoständen ins Terrain geschickt. (nk)  

 

Wichtige Änderungen im Überblick  

  • Linien ohne Änderung der Trasse: 1, 3, 7, 8, 9, 10, 11*, 13**, 16, 17, 22, 26
  • Neu eingeführte Linien: 2, 15, 21
  • Linien mit Änderung der Trasse: 4, 5, 6, 12, 14*, 18, 20, 24, 25

 

Neu eingeführte Linien

Die Linie Nummer 2 wird in der Trasse Sídliště Petřiny – Petřiny – Vojenská nemocnice – Vozovna Střešovice – Hradčanská – Malostranská – Staroměstská – Národní třída – Karlovo náměstí – Palackého náměstí – Dvorce – Nádraží Braník eingeführt.

Die Linie Nummer 15 wird in der Trasse Kotlářka – Anděl – Újezd – Malostranská – Čechův most – Náměstí Republiky – Masarykovo nádraží – Hlavní nádraží – Flora – Olšanské hřbitovy eingeführt.

Die Linie Nummer 21 wird nur in den Spitzenzeiten der Werktage eingeführt, und zwar in der Trasse Kotlářka – Anděl – Palackého náměstí – Dvorce – Nádraží Braník – Nádraží Modřany – Sídliště Modřany/Levského.

 

Linien mit Änderung der Trasse

Die Linie Nummer 4 ist nur in den Spitzenzeiten der Werktage in Betrieb, und zwar in der geänderten Trasse Sídliště Barrandov – Lihovar – Smíchovské nádraží – Anděl – Palackého náměstí – Karlovo náměstí – I. P. Pavlova – Náměstí Míru – Ruská – Čechovo náměstí.

Die Linie Nummer 5 wird neu in der Trasse Sídliště Barrandov – Lihovar – Smíchovské nádraží – Anděl – Jiráskovo náměstí – Myslíkova – Lazarská – Václavské náměstí – Hlavní nádraží – Flora – Želivského – Vozovna Strašnice – Černokostelecká – Depo Hostivař – Ústřední dílny Dopravního podniku geführt.

Die Linie Nummer 6 wird neu in der Trasse Kubánské náměstí – Koh-i-noor – Otakarova – Bruselská – I. P. Pavlova – Karlovo náměstí – Lazarská – Václavské náměstí – Masarykovo nádraží – Náměstí Republiky – Strossmayerovo náměstí – Nádraží Holešovice – Maniny – Palmovka geführt.

Die Linie Nummer 12 wird neu in der Trasse Sídliště Barrandov – Lihovar – Smíchovské nádraží – Anděl – Újezd – Malostranská – Letenské náměstí – Strossmayerovo náměstí – Vltavská – Dělnická – Nádraží Holešovice – Výstaviště Holešovice geführt.

Die Linie Nummer 14* wird neu in der Trasse Spořilov – Michelská – Náměstí Bratří Synků – Albertov – Karlovo náměstí – Lazarská – Václavské náměstí – Masarykovo nádraží – Těšnov – Vltavská – Maniny – Palmovka – Nádraží Vysočany/Vysočanská geführt.

Die Linie Nummer 18 wird neu in der Trasse Nádraží Podbaba – Vítězné náměstí – Hradčanská – Malostranská – Staroměstská – Národní třída – Karlovo náměstí – Albertov – Náměstí Bratří Synků – Pražského povstání – Vozovna Pankrác geführt.

Die Linie Nummer 20 wird neu in der Trasse Divoká Šárka – Nádraží Veleslavín – Bořislavka – Dejvická – Vítězné náměstí – Hradčanská – Malostranská – Újezd – Anděl – Smíchovské nádraží – Lihovar – Sídliště Barrandov geführt.

Die Linie Nummer 24 ist nur an Werktagen von 6.00 Uhr bis 20.00 Uhr in Betrieb, und zwar in der geänderten TrasseKubánské náměstí – Koh-i-noor – Otakarova – Albertov – Karlovo náměstí – Lazarská – Václavské náměstí – Masarykovo nádraží – Florenc – Křižíkova – Invalidovna – Palmovka – Bulovka – Kobylisy / Březiněveská.

Die Linie Nummer 25 wird neu in der Trasse Bílá Hora – Vypich – Malovanka – Hládkov – Hradčanská – Letenské náměstí – Strossmayerovo náměstí – Vltavská – Maniny – Palmovka – Nádraží Libeň – Hloubětín – Lehovec geführt.

 

* Aufgrund von Bauaurbeiten in der Straße Nuselská wird die Linie ab dem 28. August 2016 in der Richtung aus dem Zentrum an der Haltestelle Náměstí Bratří Synků beendet.

** Aufgrund von Bauarbeiten in der Straße Nuselská wird die Linie ab dem 28. August 2016 in der Richtung aus dem Zentrum am Wendeplatz Zvonařka beendet.

Themen: Prager Verkehrsbetriebe (DPP), Straßenbahnen, Lokales, Prag
Rubrik: Wirtschaft | 27. August 2016, 14:42 Uhr

Prag, 26. August 2016 - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel vereinbarte mit ihrem Amtskollegen Bohuslav Sobotka gestern bei ihrem Besuch in Prag eine Vertiefung der Zusammenarbeit beider Länder im Bereich Industrie 4.0. Im Anschluss an die Gespräche unterzeichneten zudem die Technische Universität Prag (ČVUT) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Anwesenheit beider Regierungschefs eine Kooperationsvereinbarung.

"Wir sind froh, in Tschechien diesen Stein ins Rollen gebracht zu haben und begrüßen sehr, dass das Thema Industrie 4.0 in beiden Nachbarländern nun Chefsache ist", erklärte Axel Limberg, Präsident der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK). In der ČVUT soll ein Testumfeld für kleine und mittelständische Unternehmen entstehen.

Die DTIHK hatte schon 2015 im Rahmen ihres Jahresthemas „Industrie 4.0 – rEvolution gestalten“ eine Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem tschechischen Industrie- und Handelsministerium (MPO) vermittelt. Diese Vereinbarung ist die Grundlage für den Ausbau der Zusammenarbeit.

Im Rahmen des Besuchs hatte Premier Sobotka zu einem Abendessen mit Bundeskanzlerin Merkel auch DTIHK-Geschäftsführer Bernard Bauer und Präsident Axel Limberg geladen.

Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Reise | 24. August 2016, 11:59 Uhr
Die Prager Burg ist nicht nur eines der imposantesten Burgareale der Welt, sondern blickt auch auf eine jahrelange Entstehungsgeschichte zurück

Prag - Die Prager Burg erstreckt sich mit 570 Metern Länge und 128 Metern Breite über ein so großes Areal, dass sie einigen Besuchern selbst wie eine kleine Stadt erscheint. Kein Wunder, so handelt es sich bei dem sich horizontal ausbreitendem Bauwerk um eine der größten Burgen weltweit. Im 9. Jahrhundert erbaut, war sie seither Wohnstätte für Herzöge, Könige, Kaiser und Staatspräsidenten. Die außergewöhnliche Architektur des Wahrzeichens der Stadt mit dem mittig gelegenen Veitsdom kommt nicht von irgendwoher und ist das Werk mehrerer Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte. Erstmals Erwähnung fand die Prager Burg im Jahr 885 im Zuge der Gründung der St.-Marien-Kirche durch den Přemyslidenfürsten Bořivoj. Doch erst sein Nachfolger Spytihněv, der von 895 bis 915 regierte, baute die Grundmauern in einer zweiten Phase so weit aus, dass die Prager Burg als Residenz genutzt werden konnte und schließlich das Zentrum der Přemyslidenherrschaft wurde. Die Přemysliden gehen auf ihren Stammhalter Přemysl den Pflüger zurück, der einer Christianslegende nach die Stadt Prag von einer Seuche befreite.

Přemysl der Pflüger war seinem Namen nach zunächst mit dem Pflügen von Feldern beschäftigt und wurde vom Volk auf Anraten einer Wahrsagerin namens Libuše als Herrscher eingesetzt. Sie ist der Legende nach nicht nur die spätere Frau von Přemysl dem Pflüger, sondern auch diejenige, die durch eine hellseherische Eingebung den Böhmen zum Bau der Prager Burg geraten hat. Die Wahr- und Hellseherei war zur frühmittelalterlichen Zeit faktisch gesehen meist massenbezogen und entstammte im Endeffekt oft dem Klerus. Noch heute gibt es professionelle Wahrsager, wie ein Blick auf Questico beweist.

Eine große Umbauphase fand im 11. Jahrhundert statt, als die ehemalige Holz-Erde-Mauer durch Stein ersetzt wurde. Später blieb die Burg zunächst aufgrund eines Streites zwischen König Vratislav II. und seinem Bruder Jaromir und ab 1303 aufgrund eines Großbrandes als Residenz ungenutzt. Nach dem Wiederaufbau im Jahr 1333 unter Karl IV. wurde das Bistum Prag schließlich zum Erzbistum erhoben. Die Prager Burg ist seinerzeit und auch heute vor allem bekannt für die Basilika St. Georg, den Dom St. Veit sowie die Heilig-Kreuz-Kapelle, in der einst der Domschatz aufbewahrt wurde. Seit 973 war sie ein Bischofssitz. Schließlich erlosch das Interesse an der Burg unter Wenzel IV. jedoch wieder, welcher auf seinen eigens erbauten Königshof übersiedelte. Im Zuge der Renaissance und einem Ausbau der Prager Burg zog die Residenz Ende des 15. Jahrhunderts wieder zurück in die Burg.

Der Dreißigjährige Krieg markierte schließlich eine Wende. Der berühmte Zweite Prager Fenstersturz, bei dem die Statthalter des Kaisers Ferdinand II. aus dem Fenster geworfen wurden, fand in einem Flügel der Prager Burg statt. Im darauffolgenden Dreißigjährigen Krieg kämpften böhmische Protestanten gegen Habsburger Katholiken. In den 400 Jahren danach stand das imposante Gebäude schließlich unter der Obhut der Habsburger. (dap)

Themen: Prager Burg
Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Reise | 16. August 2016, 23:52 Uhr
Sicherheitsmaßnahmen sorgen für lange Schlangen vor der Prager Burg

Prag - Das Haupteingangstor vom Burgplatz zur Prager Burg (Foto) ist seit dem heutigen Dienstag geschlossen.

Touristen werden an einen Nebeneingang umgeleitet und finden nur noch nach strenger Personenkontrolle Einlass in das weitläufige Burgareal (Hradschin), schreibt die in Prag erscheinende Tageszeitung Mladá fronta Dnes. Eine mehrere hundert Meter lange Schlange sei die Folge, so das Blatt.

Der Hauptzugang, benannt nach den ihn schmückenden mit Keule und Dolch ringenden Giganten als "Gigantentor", dient demnach nur noch zum Verlassen des Burgareals. 

Hintergrund: Der Hradschin ist nicht nur eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der tschechischen Hauptstadt und gilt als ein Pflichtprogrammpunkt für einen Prag-Besuch. Die Prager Burg ist auch Amtssitz des tschechischen Staatspräsidenten, Staatsoberhaupt ist derzeit Miloš Zeman. 

Schon in der vergangenen Woche wurden als Reaktion auf die jüngsten islamistischen Terroranschläge in Europa verschärfte Sicherheitsmaßnahmen auf der Burg eingeführt.

Nachdem es Reportern der Mladá fronta Dnes gelungen war, versuchsweise eine Pistole und ein Messer an den Sicherheitskräften vorbeizuschmuggeln, wurden die Kontrollen wie beschrieben nochmals verschärft.  

Warteschlangen bilden sich dem Bericht nach nun auch innerhalb des Burgareals vor dem Zutritt zum Veitsdom. Auch dort wurde der Haupteingang geschlossen. Besucher müssen sich Gepäck- und Leibesvisiten unterziehen. Alle vier Zugänge zum Burgareal werden von Polizisten kontrolliert. (nk)

Themen: Prager Burg, Terrorismus, Prager Sehenswürdigkeiten
Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Reise, Gesundheit | 15. August 2016, 22:13 Uhr
Erkrankungen an Lyme-Borreliose im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls stark gestiegen

České Budějovice/Prag - In Südböhmen haben die Hygieneämter in der vergangenen Woche neun neue Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) verzeichnet, berichtet heute der Online-Dienst Novinky.cz.

Seit Beginn dieses Jahres wurden damit nach Angaben der Regionalen Hygienestation in Budweis in der Region insgesamt 53 Krankheitsfälle erfasst, 31 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Im Vergleich zum Vorjahr sei insbesondere ein deutlicher Anstieg in den Kreisen Strakonice und Český Krumlov zu verzeichnen.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch Viren hervorgerufenen wird, die fast ausschließlich von infizierten Zecken (Foto) auf den Menschen übertragen werden.

Im Jahresvergleich stiegen auch die Fälle einer weiteren von Zecken übertragenen Krankheit an, nämlich der Lyme-Borreliose. Derzeit evidieren die Hygieneämter 92 Fälle, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 74.

Südböhmen gehört im europäischen Vergleich seit Langem zu einem der natürlichen Brennpunkte der von Zecken übertragenen Krankheiten.

Eine aktuelle Vorhersage der Zeckenaktivität in Tschechien gibt jeden Montag und Donnerstag das Tschechische Wetteramt (CHMÚ) in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Gesundheitsinstitut (SZÚ) heraus.

Das Risiko wird dabei in zehn Stufen ausgedrückt. Je nach Stufe werden zudem konkrete Verhaltensregeln empfohlen, wie man sich beim Betreten von Orten schützen sollte, bei denen das Vorkommen von Zecken zu erwarten ist. Derzeit gilt Warnstufe 4, ab Mittwoch dann Warnstufe 3, die ein "mäßiges Risiko" bedeutet. (nk)

Themen: Zecken, FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), Borreliose, Strakonice, Český Krumlov
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Politik | 15. August 2016, 16:25 Uhr
ČTK: Deutsche Bundeskanzlerin besucht am 25. August die tschechische Hauptstadt

Prag - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am 25. August nach Prag kommen, meldet die tschechische Nachrichtenagentur ČTK.

Den bislang offiziell nicht bekannt gemachten Termin hätten gegenüber ČTK zwei Quellen aus Diplomatenkreisen bestätigt, so die Agentur.

Auf dem Programm steht demnach auch ein Treffen mit dem tschechischen Staatspräsidenten Miloš Zeman, der als ein scharfer Kritiker von Angela Merkels Flüchtlingspolitik bekannt ist. 

Miloš Zemans Sprecher, Jiří Ovčáček, hatte bereits Mitte Juli angekündigt, dass Angela Merkel nach Prag kommen werde. Damals hieß es, der Präsident freue sich auf ein Treffen mit Angela Merkel am Ende des Sommers.

Wie ČTK berichtet, ist ein Besuch der deutschen Kanzlerin in Prag schon länger geplant. So habe sich die tschechische Seite bemüht, den Besuch während der Zeit des tschechischen Vorsitzes in der Visegrád-Gruppe zu verwirklichen, die Ende Juni zu Ende ging.  

Merkel habe aber, so ČTK unter Berufung auf Informationen von namentlich nicht genannten Quellen, nicht nach Prag kommen wollen, weil die Visegrád-Länder (Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei) aus Sicht der Bundeskanzlerin zu wenig Solidarität in der Flüchtlingskrise gezeigt und EU-Quoten zur Verteilung abgelehnt hätten.

Miloš Zeman profiliert sich dabei immer wieder als scharfzüngiger Gegner einer "Islamisierung Europas", der die Aufnahme insbesondere von muslimischen Migranten in Tschechien strikt ablehnt und hinter den Flüchtlingsströmen eine "gesteuerte Invasion" sieht. (nk)

Themen: Miloš Zeman, deutsch-tschechische Beziehungen, Flüchtlinge, Flüchtlingsquoten, Islamgegner
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Reise | 12. August 2016, 23:34 Uhr
Prag startet Informationskampagne: Verbot ist seit Anfang August in Kraft

Prag - Am 3. August ist in der tschechischen Hauptstadt eine Verordnung in Kraft getreten, die im Stadtzentrum und an ausgewählten weiteren Orten die Verwendung von Segways verbietet oder einschränkt.

Die Hauptstadt hat aus diesem Grund eine Informationskampagne gestartet, die insbesondere auf Besucher der abzielt. Denn mit den Elektrorollern bewegen sich fast ausschließlich Touristen durch die Moldaumetropole.

"Wir wollten die Touristen auf einfache und unterhaltsame Art darauf aufmerksam machen, dass die Verwendung dieser Fahrgeräte im Widerspruch zur geltenden Verordnung ist. Ziel ist es dabei selbstverständlich nicht, so viel Bußgeld wie möglich zu kassieren, sondern sich vor allem darum zu kümmern, dass die Touristen von dem Verbot Kenntnis nehmen", erklärt die Prager Oberbürgermeisterin Adriana Krnáčová (ANO). Und: "Auf das Verbot wird die Besucher der Metropole auch die Stadtpolizei mit Flugblättern mit einer Karte aufmerksam machen."

Die Verordnung, die vom Stadtrat der Hauptstadt Prag gebilligt wurde, weist die Orte und Stellen aus, an denen Segways verboten sind. Dabei handelt es sich insbesondere um Bürgersteige, Fußgängerzonen, Wege für Fußgänger und Radfahrer sowie die Fahrbahn. Vom Segway-Verbot sind auch einige Parks und Gärten betroffen.

Die betreffenden Plätze werden zudem mit Verkehrsschildern gekennzeichnet. Wer das Fahrverbot missachtet, muss mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 2.000 Kronen rechnen.

Grund für die Verbannung der selbstfahrenden Stehroller sind Sicherheitsbedenken. So sollen sich in jüngster Zeit Unfälle und Zusammenstöße mit Fußgängern gehäuft haben. (nk)

Bildnachweis:
Praha.eu
Themen: Segways, Lokales, Prag
Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Kultur | 9. August 2016, 20:01 Uhr
Die große Schau der Nationalgalerie in der Wallenstein-Reitschule haben schon über 50.000 Besucher gesehen

Prag - Die Ausstellung der Nationalgalerie in Prag anlässlich des 700. Jahrestags der Geburt von Kaiser Karl IV. erfreut sich eines außergewöhnlichen Besucherinteresses.

Die täglichen Besucherzahlen übersteigen schon jetzt den Durchschnitt der erfolgreichsten Ausstellungsprojekte der Nationalgalerie in Prag aus dem Vorjahr um mehr als das Dreifache, wie die Nationalgalerie mitteilt. 

Die wertvollen mittelalterlichen Exponate sind in der Wallenstein-Reitschule nur noch knapp zwei Monate zu bewundern. Nach dem 25. September wandert die Ausstellung nach Nürnberg weiter.

Die Ausstellung  Kaiser Karl IV. 1316 - 2016 präsentiert rund 200 wertvolle, aus der ganzen Welt geliehene Exponate einschließlich der für den Betrachter besonders anziehenden Krone aus Aachen (Foto), mit der sich Karl IV. zum römischen König krönen ließ.

"Interessant an der Ausstellung ist auch, wie sie sich während ihres Verlaufs ändert. Eine Reihe von Schaustücken darf nämlich nur für eine strikt begrenzte Zeit ausgestellt werden. Insbesondere wertvolle und höchst empfindliche Arbeiten auf Papier und Pergament werden daher laufend gegen andere Dokumente ausgetauscht," bemerkt Jiří Fajt, der Generaldirektor der Nationalgalerie in Prag, Autor und Kurator der Ausstellung.

So ist ab dem 5. August nur für eine einzige Woche eine ganz rare Urkunde zu sehen, in der Karl IV. "allen Juden Schutz gewährt, die sich zur Hochzeit des Prager Juden Lazar am 5.8.1351 einstellen" – also zu einem Ereignis, das auf den Tag genau vor 665 Jahren stattgefunden hat.

Zur Ausstellung ist auch aktuell die Publikation "Der lange Schatten des Kaisers Karl IV." von Jiří Fajt erschienen, welche die mitteleuropäische Kunst unter der Herrschaft der Luxemburger weiter ausholend in den Nordostgebieten des Heiligen römischen Reichs fokussiert. Zu Ausstellungsbeginn wurde ein Führer herausgegeben, der in Kürze noch von einem umfassenden Katalog ergänzt wird.

Ab September wird in der Wallenstein-Reitschule auch der Vortragszyklus von führenden ausländischen Fachleuten fortgesetzt - unter anderem von der Universität Straßburg oder dem Londoner Birkbeck College.

In Nürnberg wird die deutsche Neuauflage der Ausstellung am 20. Oktober eröffnet und dauert bis zum 5. März 2017. (nk)

Bildnachweis:
Ngprague.cz
Themen: Kaiser Karl IV., Nationalgalerie Prag, Ausstellungen, Lokales, Prag
Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Wirtschaft, Unternehmen | 6. August 2016, 17:32 Uhr

Prag - Ebenso wie die vielfältigen Beziehungen zwischen Tschechien und Deutschland immer enger werden und die Verflechtungen auf unternehmerischer Ebene, aber auch im privaten Bereich dichter zunehmen, entstehen mitunter Konflikte und Problemstellungen, die das Hinzuziehen von Privatdetektiven erfordern.  

Eine große Vertrauensbasis zwischen der tschechischen Seite und deutschen Detektiven ist dabei Voraussetzung für erfolgreiche Ermittlungen, denn anders ließe sich Detektivarbeit im Ausland gar nicht bewerkstelligen. Internationale Detekteien genießen das Vertrauen der Menschen vor Ort und das kommt nicht von ungefähr. Diese Detekteien verfügen nicht nur im Heimatland Deutschland über viel Einfühlungsvermögen und Kernkompetenz, sondern auch in Tschechien.

Wer aber sind die Auftraggeber und was bewegt sie dazu, eine Detektei einzuschalten? Wo immer es bilaterale Beziehungen zwischen zwei Ländern gibt, sind Konflikte geschäftlicher wie privater Natur quasi unausweichlich. Zwar sind die Beziehungen zwischen beiden Ländern in historischen Perspektive derzeit hervorragend. Doch im konkreten Einzelfall kann es Unstimmigkeiten geben, die sich als schwer lösbar herausstellen - und genau dann kann mitunter eine international anerkannte Detektei zum Einsatz kommen. Denn es macht einen großen Unterschied, ob eine erfahrene Detektei im Ausland am Werk ist oder ob man sich selbst auf ein Abenteuer begeben möchte.

Der Laie tut sich schwer vor Ort

Von Nachforschungen auf eigene Faust ist in der Regel  abzuraten, denn ohne tschechische Sprachkenntnisse und ohne Kenntnisse der Gesetzeslage vor Ort kann der Laie sich mehr als schwer tun. Wer in Tschechien etwas zu klären hat, der sollte das besser von einer renommierten Detektei erledigen lassen, als sich auf ein Abenteuer mit vielen Fettnäpfchen und einem ungewissem Ausgang zu begeben. Die vermeintlich preiswerte, private Recherche wird nämlich im Endeffekt teurer als der gezielte Einsatz von geschulten Detektiven. Was immer es in Tschechien im unternehmerischen und auch im privaten Bereich zu klären gibt, Detektive sind die Ansprechpartner der ersten Wahl.

Ob es um die Überprüfung der Solvenz eines potenziellen Geschäftspartners geht oder um den Verdacht der Erschleichung von Alimenten. Eine Detektei Frankfurt zum Beispiel agiert gezielt und umfassend direkt vor Ort in Tschechien. Die Herausforderungen sind im bilateralen Bereich natürlich viel komplexer als bei rein nationalen Belangen. Es gilt, die Gesetze beider Ländern einzuhalten und dem Kunden trotzdem verwertbare Resultate detektivischer Arbeit abzuliefern. Die Detektive selbst sehen ihre Arbeit in Tschechien übrigens niemals als Abenteuer. Ihnen obliegt absolute Sachlichkeit, ganz gleich, in welchem Land sie denn nun tätig sind. Das Bonmot von der sprichwörtlich detektivischen Kleinarbeit trifft auch in diesem Fall oft genug zu und Aufgabe des Detektivs ist es, die Steinchen des Mosaiks zusammenzufügen.

Detektivische Kernkompetenz

Es ist sehr schwer, sich in einem anderen Land die Kernkompetenz in irgendeinem Bereich anzueignen. Um wie viel anerkennenswerter ist die sicher oft mühevolle Arbeit deutsch-tschechischer Detektive. Viel Fingerspitzengefühl ist da gefragt, wo es um monetäre Belange aller Art geht. Da hat ein Lieferant sein Geld nicht bekommen oder man weiß nicht, ob der neue Geschäftspartner in Tschechien wirklich so viel Kapital zur Verfügung hat, wie er behauptet. Eine Frau sucht Verwandte oder ein Ex-Ehemann vermutet falsche Angaben bei Unterhaltsforderungen. Firmen aller Art sind wohl die häufigsten Auftraggeber renommierter Detektive in Tschechien. Unternehmen haben im internationalen Geschäft vielfältige Aufgabenbereiche zu bewältigen. Auch hier steht der Detektiv mit all seiner Erfahrung in Kenntnis der Lage vor Ort zur Seite, damit der Kunde zu seinem Recht kommt. (dap)

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Wikimedia Commons / Autor: Rudolphs no uno - Kavčí Hory Office Park in Prag-Pankrác
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Kriminalität | 4. August 2016, 09:01 Uhr
Zöllner beschlagnahmen gefälschte Markenturnschuhe im Marktwert von 75 Millionen Kronen

Prag - Beamte des tschechischen Zolls haben unlängst bei einer Razzia auf dem Asia-Großmarkt Sapa im Stadtteil Libuš fast 15.000 Paar gefälschte Turnschuhe der Marke Adidas sichergestellt. Das teilte die Zollbehörde heute mit.

Nach Angaben einer Sprecherin des Prager Zolls wären dem Markeninhaber im Falle, dass die Schuhe verkauft worden wären, ein Schaden von mehr als 75 Millionen Kronen entstanden.

"Die Zöllner haben zunächst einige Verkaufsstellen von Großhändlern kontolliert, wobei festgestellt wurde, dass hier gefälschte Markensportschuhe verkauft wurden. Bei den weiteren anschließenden Ermittlungen wurden zwei große Lager entdeckt, die fast bis an die Decke mit Pappkartons voll illegaler Schuhe vollgestopft waren", so die Zollsprecherin Ivana Kurková (Foto).

An der Razzia auf dem dem Sapa-Markt waren neben Zollbeamten aus Prag auch Zöllner aus anderen Regionen Tschechien beteiligt. Der Zoll ermittle in dem Fall weiter, die Schuhe landeten vorerst in einem Lager der Zollbehörde. (nk)

Bildnachweis:
Celní správa ČR - Kartons mit gefälschten Adidas-Turnschuhen im Großlager auf dem Sapa-Markt
Themen: Sapa-Markt, Asia-Märkte, Produktfälschungen, Einkaufen, Lokales, Prag
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Gastronomie | 2. August 2016, 13:28 Uhr
Zehn Prozent Trinkgeld gelten in Tschechien als üblich - doch die meisten geben weniger

Prag - Fast alle Tschechen sind heute bereit, einen guten Service mit Trinkgeld zu belohnen. Trinkgeld, im Tschechischen "spropitné" oder umgangssprachlich "dýško" genannt, geben sie dabei vor allem für Dienstleistungen in der Gastronomie, beim Frisör oder auch beispielsweise beim Automechaniker.

Allerdings: Die als üblich erachteteten zehn Prozent des Gesamtpreises gibt wohl nur eine Minderheit. Das ist unter anderem das Ergebnis einer Umfrage,  die das Meinungsforschungsinstitut Ipsos für das Bankhaus Česká spořitelna zu den Gewohnheiten der Tschechen in Sachen Trinkgeld und Spendenbereitschaft durchgeführt hat.

Demnach gaben von den insgesamt 525 der befragten erwachsenen Tschechen 92 % an, für Dienstleistungen regelmäßig auch Trinkgeld zu zahlen. Nur 2 % gaben an, Trinkgeld nie zu geben.

Bei der Umfrage wurde auch danach gefragt, wie viele Kronen bei einem bestimmten Betrag gegeben werden würden: Bei einer Rechnung über 158 Kronen würden die meisten der Befragten nur auf 160 Kronen aufrunden (54 %), deutlich weniger würden zehn Prozent des Rechnungsbetrages hinzurechnen (38 %), vor allem vor allem Männer und Befragte mit Hochschulabschluss.

Regional zeigten sich dabei am großzügigsten Bewohner aus den Regionen Karlsbad und Hochland, am wenigsten spendabel dagegen die Bewohner der nordböhmischen Region Liberec.

Die Höhe des Trinkgelds wird nach Angaben der überwiegenden Mehrheit der Respondenten hauptsächlich von der Qualität und dem Verhalten des bedienenden Personals beeinflusst (86 %). Nur eine kleine Minderheit lässt sich vom attraktiven Ambiente des Restaurants (5 %) oder der Höhe des Trinkgelds der anderen Gäste beeinflussen (1 %). Die Tschechen halten das Trinkgeld dabei generell für eine individuelle Angelegenheit und für unabhängig von dem Verhalten anderer Kunden. (nk)

Themen: Trinkgeld
Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Panorama, Kriminalität | 28. Juli 2016, 18:14 Uhr
Blonder Autofahrer aus dem Erzgebirgskreis wurde bei der Sexattacke in den Finger gebissen

Karlovy Vary/Prag - Die tschechische Kriminalpolizei fahndet nach einem bislang unbekannten Täter, der am Freitag vergangener Woche am frühen Abend auf der Landstraße zwischen Ryžovna und Hřebečná im tschechischen Erzgebirge versucht hat, eine Radfahrerin mit Gewalt in einen Wald zu zerren und zu vergewaltigen.

Die Frau wehrte sich jedoch und biss den Täter in den Finger. Da die Radfahrerin vermutete, dass der Angreifer ein Deutscher war, schrie sie ihn auf Deutsch an. Der Täter ließ daraufhin von ihr ab und versuchte sie in deutscher Sprache davon zu überzeugen, den Vorfall nicht anzuzeigen. Der Täter flüchtete schließlich in seinem Fahrzeug, vermutlich in Richtung Ryžovna.

Wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Karlovy Vary heute mitteilt, war der Täter mit einem dunklen Pkw, möglicherweise einem Peugeot, mit amtlichen Kennzeichen aus dem Erzgebirgskreis (ANA) unterwegs.

Nach Aussage der überfallenen Radfahrerin soll der Angreifer zwischen 25 und 30 Jahre alt und dabei etwa 175 cm groß und von robuster Statur sein (Phantombild). Die Hautfarbe des Gesuchten war weiß, der Angreifer habe offenbar fließend Deutsch gesprochen.

"Der Mann hatte gelbblonde Haare, wahrscheinlich gefärbt, zu einem Igelschnitt geschnitten und nach hinten gekämmt, an den Seiten ausrasiert", so die Polizeisprecherin. Im linken Ohr trug der Mann einen fünf bis zehn Zentimeter langen Ohrring. (nk)

Bildnachweis:
Policie České republiky - Phantombild des geflüchteten Täters
Themen: Vergewaltigungen, Grenzregion
Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Reise, Nachtleben | 26. Juli 2016, 18:41 Uhr
Absinth: Renaissance nach Sonnenuntergang

Prag - Wegen seiner zahlreichen Sandsteintürme, die im Sonnenlicht in verschiedenen Goldtönen schimmern, wird Prag oft als die "Goldene Stadt" bezeichnet. Doch nicht nur wegen dieses herrlichen Anblicks lohnt sich ein Besuch der Hauptstadt Tschechiens.

Denn neben zahlreichen beeindruckenden Bauwerken und der unvergleichlich schönen Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, bietet Prag auch eine - besonders bei jungen Leuten beliebte – aufregende Kneipenkultur. Man sollte sich während seines Aufenthalts unbedingt Zeit nehmen, dieses einzigartige Nachtleben zu genießen.

Wer das tut, wird nicht nur eine Biervielfalt kennen lernen, die keine Wünsche offen lässt. Er wird auch an einem anderen Getränk nicht vorbeikommen: Dem Absinth.

Was ist Absinth eigentlich?

Um die "grüne Fee", wie diese Spirituose wegen ihrer Farbe auch genannt wird, ranken sich viele Geschichten. Oft wird ihr eine stark berauschende, halluzinogene Wirkung zugeschrieben, die den Effekt gewöhnlicher Alkoholika bei weitem übersteigt. Weit verbreitet ist – oder zumindest war – auch die Annahme, das Absinth wegen des Thujon-Gehalts abhängig macht. Diese Darstellungen können jedoch getrost ins Reich der Fabeln verbannt werden.

Denn diese negativen Begleiterscheinungen des Absinth-Genusses wurden vor allem im 18. und 19. Jahrhundert festgestellt und sind wohl vor allem auf die damals verwendeten, qualitativ schlechten Inhaltstoffe zurückzuführen. In modernen Untersuchungen konnten keine besonders gesundheitsschädlichen Folgen des Konsums nachgewiesen werden – das gilt natürlich wie bei anderen Alkoholika nur dann, wenn man es nicht übertreibt.

Hergestellt wird Absinth aus Wermut, von dem sich auch der Name ableitet, Anis und Fenchel. Zusätzlich werden verschiedene andere Kräuter wie Angelika beigemischt. Das in den Zutaten enthaltene Chlorophyll verleiht dem Getränk, das einen Alkoholgehalt zwischen 45 und 85 Prozent aufweist, seine typische grüne Farbe.

Kleine Geschichte des Absinths

Ursprünglich wurde er im 18. Jahrhundert in der Schweiz als Heilelixier hergestellt. 1797 erwarb ein Major der französischen Armee die Rezeptur und gründete, gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Henri-Louis Pernod, eine Abstinth-Distillerie. Firmensitz war zunächst das schweizerische Couvet, später wurde die Produktion nach Frankreich verlegt.

Während der französischen Besatzung Algeriens wurde der Absinth in Feldlazaretten zur Bekämpfung von Epidemien eingesetzt. Soldaten, die in ihre Heimat zurückkehrten, sorgten für eine schnell wachsende Popularität der Spirituose.

In deren Hochzeiten waren auch viele Künstler dafür bekannt, oft und gerne Absinth zu trinken. Zu diesen zählen Oscar Wilde oder Ernest Hemingway, aber auch der tschechische Maler Viktor Oliva. Dieser hat mit seinem berühmtesten Werk die Begegnung eines Absinthtrinkers mit der grünen Fee festgehalten. Das Gemälde hängt heute in Prag im Café Slavia (Foto).

Schnell war das Getränk in ganz Europa etabliert und beliebt. Jedoch häuften sich Berichte über seine extrem gesundheitsschädliche Wirkung, so dass die Spirituose im Jahr 1915 verboten wurde. Dieses Verbot trägt sicherlich dazu bei, dass sich viele Mythen bis heute gehalten haben.

1998 wurde Absinth in den meisten europäischen Ländern wieder erlaubt, 2005 zog die Schweiz, 2011 schließlich Frankreich nach, so dass das Getränk sich heute flächendeckend wieder großer Beliebtheit erfreut.

Absinth trinken – die tschechische Methode

Wer in Prag ein Rendezvous mit der grünen Fee erleben will, wird sich dabei auch an ein festes Ritual halten.

Zunächst füllt man Absinth in ein spezielles Glas, auf dessen Rand dann ein Absinthlöffel mit zwei Stückchen Zucker gelegt wird. Der Zucker wird angezündet, und wenn er karamellisiert und die Flamme erloschen ist, der Spirituose beigemischt. Anschließend wird der Schnaps mit Eiswasser verdünnt und getrunken.

Dieses besondere Urlaubsfeeling kann man sich auch leicht nach Hause holen. Eine große Auswahl an Absinth findet man beispielsweise bei Banneke.com.

Beim Trinken auf die tschechische Art muss man jedoch darauf achten, dass man dickwandige Gläser benutzt, damit diese der Hitze standhalten. Dann steht einem Stückchen Prag im eigenen Wohnzimmer nichts mehr im Wege. (dap)

Themen: Absinth
Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Wirtschaft | 8. Juli 2016, 15:07 Uhr
Staatspräsident Zeman unterzeichnet entsprechende Gesetzesvorlage

Prag - Hypermärkte, Supermärkte und große Einzelhandelsgeschäfte werden in Tschechien künftig an sieben gesetzlichen Feiertagen im Jahr geschlossen bleiben.  

Ein entsprechendes Gesetz unterzeichnete am Donnerstag der tschechische Staatspräsident Miloš Zeman. Das teilte der Sprecher des Präsidenten Jiří Ovčáček mit. Die neue gesetzliche Regelung wird voraussichtlich erstmals am diesjährigen Nationalfeiertag (28. Oktober) greifen. 

Die Läden werden neben dem genannten 28. Oktober zudem am 1. Januar, Ostermontag, 8. Mai, 28. September sowie an den beiden Weihnachtstagen (25. und 26. Dezember) geschlossen bleiben. Am Heiligabend (24. Dezember) dürfen die Läden nur noch bis 12.00 Uhr mittags öffnen.

Die gesetzlichen Beschränkungen betreffen dabei jedoch nur größere Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 200 Quadratmetern.

Nicht betroffen sind dagegen Apotheken, Tankstellen, Geschäfte an Flughäfen und Bahnhöfen sowie in Krankenhäusern.

Geschlossen bleiben müssen jedoch unabhängig von ihrer Größe auch Pfandleihen, Ankaufstellen für Altmetall und Wertstoffe sowie Gebrauchtwarenläden (bazar).

Anders als in Deutschland gibt es in Tschechien kein Ladenschlussgesetz mit einem klar definierten Zeitrahmen für die Öffnungszeiten. Viele Geschäfte haben daher auch zu (aus deutscher Sicht) ungewöhnlichen Zeiten geöffnet.

Eine Praxis, die zwar als kundenfreundlich angesehen werden kann, andererseits aber insbesondere Gewerkschaftern mit Blick auf die Familien der Angestellten seit Jahren ein Dorn im Auge war. (nk)

Themen: Einkaufen, Öffnungszeiten, Feiertage Tschechien
Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Auto-Moto, Transport | 6. Juli 2016, 14:18 Uhr

Prag - Die Tschechische Republik ist ein wunderschönes Land mit Tausenden von beeindruckenden und atemberaubenden Orten. Sie ist ein perfektes Reiseziel für die Ferien. Alte und rustikale Gebäude, Schlösser und großartige Landschaften mit Bergen und Wäldern… Die Tschechische Republik ist ein perfektes Land für einen Besuch mit dem Auto. Für alle, die einen Ferienausflug mit dem Auto in die Tschechische Republik planen, hier ein nützlicher Leitfaden über die wichtigsten Verkehrsregeln in diesem Land.

Wichtige Papiere

Wer durch die Tschechische Republik fährt, sollte die folgenden Dokumente unbedingt bei sich haben:

  • Kompletter, gültiger Führerschein
  • Versicherungsnachweis  (Drittpersonen oder höher)
  • Identitätsnachweis (Reisepass)
  • Eigentumsnachweis (V5C Zertifikat)

Obligatorische Ausstattung

Wer in Tschechien mit dem Pkw unterwegs ist, sollte beachten, dass es gesetzlich vorgeschrieben ist, folgende Gegenstände mit sich zu führen. Teure Bußgelder können verhängt werden, wenn bestimmte Gegenstände nicht mitgeführt werden:

  • Scheinwerferreflektoren (abhängig vom Wagentyp müssen entweder reflektierende Aufkleber oder manuell eingestellte Reflektoren verwendet werden)
  • Warnweste für den Fahrer. Dennoch wird generell empfohlen, eine Warnweste für jeden Beifahrer mit sich zu führen.
  • Ein Erste-Hilfe-Koffer ist für alle Kraftfahrzeuge obligatorisch.
  • Warndreieck (alle Kraftfahrzeuge, die in der Tschechischen Republik unterwegs sind, müssen unabhängig des Registrierungslandes ein Warndreieck mit sich führen)
  • Motorradfahrer (Sicherheitshelme sind verpflichtend für Fahrer und Beifahrer von Mopeds und Motorrädern)

Straßenregeln

  • Rechts fahren, links überholen.
  • Überholvorschriften entsprechen dem internationalen Gebrauch, andere Verkehrsteilnehmer müssen vorgewarnt werden und es muss große Vorsicht bewahrt werden.
  • Auf freien Kreuzungen, die nicht mit einem Vorfahrtsstraßenschild ausgezeichnet sind, muss die Vorfahrt den von rechts kommenden Fahrzeugen gewährleistet werden.
  • Fahrer können die Kreuzung nur befahren, wenn die Ausfahrt der Kreuzung frei ist.
  • Fahrer von Privatwagen müssen die Geschwindigkeit verlangsamen und, falls nötig, anhalten, damit Busse am Ende der Busspur in den Normalverkehr wechseln können.
  • Akustische Warngeräte (Hupen) dürfen nur eingesetzt werden, um andere Verkehrsteilnehmer in Gefahrensituationen zu warnen oder ihnen einen Überholversuch anzukündigen. Warnungen können auch mit den Warnblinklichtern angezeigt werden.
  • Der Einsatz der Hupe ist im Zentrum Prags vom 15. März bis zum 15. Oktober zwischen 21 Uhr und 5 Uhr und vom 15. Oktober bis zum 15. März zwischen 20 Uhr und 6 Uhr nicht gestattet. 

Sicherheitsgurte

  • Der Fahrer sowie die Beifahrer vorne und hinten müssen Sicherheitsgurte anlagen, wenn vorhanden.

Auf Reisen mit Kindern

Kinder, die kleiner als 150 cm sind und in der Tschechischen Republik oder im Ausland registrierten Fahrzeugen fahren, müssen Kinderrückhalteeinrichtungen nutzen – sowie vorne als auch hinten im Auto. Kinderrückhalteeinrichtungen müssen dem ECE Standard 44/03 oder 44/04 entsprechen. Wird das Kind auf dem Vordersitz transportiert, muss der Airbag deaktiviert sein.

Geschwindigkeitsbegrenzungen

Innerhalb geschlossener Ortschaften

50 km/h (80 km/h auf Schnellstraßen). Die Straßenschilder geben möglicherweise eine andere Geschwindigkeitsbegrenzung vor.

Außerhalb geschlossener Ortschaften

Motorräder

Auf Autobahnen                     130 km/h

Auf anderen Straßen                 90 km/h

Privatwagen

 Auf Autobahnen                   130 km/h

 Auf anderen Straßen            90 km/h

Autos mit Wohnwagen oder Anhänger         80 km/h

Parkvorschriften

  • Fahrzeuge können lediglich auf der rechten Straßenseite geparkt werden, parallel zum Bordstein. In Einbahnstraßen ist das Parken auf der linken Seite ebenfalls gestattet.
  • Anhalten und Parken ist an allen Orten verboten, an denen geringe Sichtbarkeit herrscht oder wo das Fahrzeug ein Hindernis darstellen könnte. Insbesondere auf einer Brücke, bis zu 5 m von einer Kreuzung entfernt, einem Fußgängerüberweg,  einer Bus- oder U-Bahn-Haltestelle.
  • Durchgezogene gelbe Linien entlang der Fahrbahn weisen auf Parkverbote hin; gestrichelte gelbe Linien auf Restriktionen.
  • Ein unbeaufsichtigtes Fahrzeug, das nicht vom Straßenlicht beleuchtet wird, sollte ein Parklicht aufweisen. Dieses muss von vorne und hinten sichtbar sein. Das Licht muss sich in bis zu 40 cm Reichweite  vom Auto befinden.

Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

Es ist verboten Alkohol vor dem Fahren zu konsumieren. Ein Alkoholanteil im Blut ist nicht gestattet. Diese Regel gilt auch für Reiter mit Pferd und Fahrradfahrer.

Der Fahrer muss eventuell einen Alkoholtest durchführen und je nach Testergebnis eine Blutprobe abliefern. Die Polizei kann Fahrer auch auf Drogen testen. Hier wird beginnend ein Speicheltest (Drugwipe) durchgeführt

Bildnachweis:
Tirendo.de