Havel im symbolischen Hungerstreik für Deutsch-Kurden

Ex-Präsident setzt sich für Rehabilitation des Arztes Yekta Uzunoglu ein

Prag - Der frühere tschechische Staatspräsident Václav Havel (Foto) beteiligt sich symbolisch an dem eintägigen Hungerstreik für den deutsch-kurdischen Arzt und Unternehmer Yekta Uzunoglu. Das bestätigte gestern Havels Referent Jakub Hladík.

Der Protest richtet sich gegen die Verschleppung des Gerichtsverfahrens im Fall Uzunoglu. Der Deutsch-Kurde wartet seit Jahren auf seine Rehabilitierung.

1994 war er aufgrund einer Anzeige eines Türken festgenommen worden. Der Verdacht: Uzunoglu habe zwei Türken geschlagen und gefoltert. Dies hatte der Angeklagte aber immer wieder zurückgewiesen.

Während der zweieinhalbjährigen Haft in Tschechien war Uzunoglu nach eigenen Angaben gefoltert worden. 2003 wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt. Seither kämpft Uzunoglu, der inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft hat, für seine Rehabilitierung.

Tschechien Online, 23.3.2007. Foto: ÈTK
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