Mutter aller Städte: romantisch, magisch, quicklebendig

Mutter aller Städte: romantisch, magisch, quicklebendig

  • Karlsbrücke und Altstädter Brückenturm

Prag - Die Hauptstadt der Tschechischen Republik ist eine moderne Metropole und gleichzeitig ein architektonisches Juwel. Ihr historischer Kern gehört zu den Denkmälern des Weltkulturerbes der UNESCO, Prag ist aber auch ein Ort, an dem ein nie erlöschendes Kulturleben pulsiert.

In der langen Zeit ihres Bestehens erhielt die Stadt Prag gleich mehrere Attribute, wie etwa das "steinerne Prag", das "magische Prag", das "hunderttürmige Prag" oder "Praga mater urbium": Prag, Mutter aller Städte. Dazu gehört auch das Attribut "golden", das die Stadt bereits seit Jahrhunderten begleitet.

In der Stadt an der Moldau findet man eine hohe Konzentration von Denkmälern und Sehenswürdigkeiten auf relativ kleiner Fläche, mit der sich nur wenige Städte in Europa rühmen können. Nicht weniger wichtig ist auch die Tatsache, dass man von Prag ohne Übertreibung behaupten kann, dass es ein lebendiges Lehrbuch aller architektonischen Stile ist.

Die Besucher können hier sowohl romanische Rotunden als auch gotische Türme und Kathedralen, Renaissancepatrizierhäuser und Paläste, jüdische Synagogen und Barockkirchen und Klöster bewundern. Auch die kubistischen und Jugendstildenkmäler sind seltene Unikate.

Magistrát hl. m. Prahy

Praha 1
Mariánské nám. 2
110 00 Praha 1
Hauptstadt Prag (Hlavní město Praha)
Tschechische Republik
info@praha.eu
Tel: +420 12 444

Kultur und Unterhaltung

Die wichtigsten Prager Denkmäler, die sich in dem mehr als zehn Jahrhunderte alten Stadtkern befinden, verbindet der so genannte "Königsweg" (Pulverturm, Altstädter Ring, Karlsbrücke, Kleinseitner Platz, Neruda-Gasse, Prager Burg).

Prag ist aber nicht nur ein architektonisches Prachtstück. Die tschechische Metropole ist gleichzeitig eine Stadt, die seit jeher ein reiches Kulturleben lebte und lebt, ihren Bewohnern wie auch ihren Besuchern bietet die Stadt an die 300 Galerien und Ausstellungsräume an, die einen Querschnitt des Schaffens tschechischer und ausländischer Künstler zeigt. In Prag findet man aber auch viele Museen, unzählige Theaterbühnen und Konzertsäle, viele Kinos und nicht zuletzt auch viele Musikklubs.

Sollten Sie sich für die Prager Theaterszene interessieren, empfiehlt sich selbstverständlich ein Besuch des Nationaltheaters (Národní divadlo) oder des Ständetheaters (Stavovské divadlo), in dem einst Mozarts Oper Don Giovanni uraufgeführt wurde. Doch auch weniger bekannte Bühnen haben Schauspiel, Oper und Ballett auf ihrem Programm und erfreuen sich auch international eines guten Rufes.

Weitere Klassiker sind die Staatsoper (Státní opera) sowie die Vorstellungen in der Laterna magika. Dieses Theater ist ein besonderes Prager Phänomen, in dem Filmprojektion und Schauspiel auf eine wunderbare Art und Weise zusammenfinden. Dank des Fehlens einer Sprachbarriere wurde die Laterna magika, ähnlich wie das "Schwarze Theater", bei den ausländischen Besuchern Prags sehr bald populär.

Ein ganz besonderes Kapitel des Prager Kulturangebots stellen verschiedene Festivals dar. Das bekannteste und zweifelsohne bedeutendste Festival ist das internationale Musikfestival Prager Frühling (Pražské jaro), das seit dem Jahr 1946 veranstaltet wird und jedes Jahr viele Sterne am Musikhimmel nach Prag lockt. An die Tradition des Prager Frühlings versucht seit dem Jahr 1991 das internationale Musikfestival Prager Herbst (Pražský podzim) anzuknüpfen, das einen Abend den modernen Musikgenres widmet. Zu den weiteren Prager Kulturgenüssen gehört auch das Internationale Jazzfestival Prag und das Tanzfestival Tanz Prag (Tanec Praha), die trotz der kurzen Zeit ihres Bestehens ein weltweites Renommee haben.

Interessante Kulturveranstaltungen locken immer mehr Menschen aus der ganzen Welt an. Neuerdings wird in Prag auch mehrmals jährlich eine lange "Nacht der Museen" veranstaltet, die sich steigender Beliebtheit erfreut. Am Tage stehen bei Prag-Besuchern traditionell Stadtrundgänge und -führungen auf dem Programm, man kann Dampferfahrten auf der Moldau unternehmen oder in einem der vielen Parks entspannen.

Sehr empfehlenswert ist es auch, einfach einen Spaziergang durch die Stadt machen, etwas abseits der am stärksten von Touristen frequentierten Wege. In den kleinen Gassen gibt es immer wieder was Neues zu entdecken. Dabei kann man schnell die Orientierung verlieren und wundert sich, wenn man dann doch wieder an einer bekannten Stelle ankommt.

Die Abende stehen dann oft im Zeichen der Kultur. Die Programme der Prager Klubs umfassen praktisch alle modernen Musikgenres, von Pop über Punk-Rock bis zum Jazz. Oft stehen die Abende aber auch wohl eher im Zeichen der Trinkkultur, wie der schwankende Gang mancher Nachtschwärmer verrät.

Nicht unerwähnt sollte die Tatsache bleiben, dass Prag im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen sehr günstig und Studenten vielerorts Preisnachlässe bekommen können. In vielen Museen, Theatern und Multiplexen werden die internationalen Studentenausweise anerkannt – sofern nicht im Gegenteil von Ausländern spezielle, höhere Preise verlangt werden.

Prag ist zu jeder Jahreszeit wunderschön und man kann sagen, dass die Reisesaison das ganze Jahr über andauert. Hochsaison herrscht in Prag traditionell zu Ostern, in der Adventszeit und vor allem Silvester. Zu dieser Zeit ist die Stadt besonders schön ausstaffiert und es gibt viele Weihnachts-und Ostermärkte auf denen traditionelles Kunsthandwerk ebenso angeboten wird wie klassische böhmische Weihnachts- und Osterspezialitäten. Jahreszeitlich sind auch der Mai und der Oktober von ganz besonderen Reiz, wenn der Laurenziberg (Petřín) ergrünt, beziehungsweise sich herbstlich verfärbt.

Touristische Infrastruktur und Dienstleistungsniveau

Heute finden Besucher der tschechischen Hauptstadt hier auch die entsprechenden Dienstleistungen vor, wie man sie von einer modernen europäischen Metropole erwartet. Luxushotels bieten einen gehobenen Service an, der sowohl Privatpersonen als auch Geschäftsleute und Kongressveranstalter zufrieden stellt.

Für Familien mit Kindern sind Privatpensionen mit ihrer familiären Atmosphäre geeignet. Preisgünstige Unterkunft für junge Reisende bieten Jugendherbergen (Hostels), Studentenwohnheime aber auch 3-Sterne-Hotels an. Wer den Wunsch hat, seine Freizeit in der Natur oder direkt an einem Fluss oder einem See zu verbringen, dem stehen Campingplätze und Ferienhauskolonien in Prag und Umgebung zur Verfügung. In Prag gibt es zudem mehrere Botels - schwimmende, auf Schiffen untergebrachte Hotels auf der Moldau.

In Prag wird man selbstverständlich auch mit gutem Essen und dem berühmten tschechischen Bier verwöhnt, einige Restaurants sind im Guide-Michelin mit einem Stern oder zumindest als "Bib-Gourmand" gelistet.

Die Stadt verfügt über ein ausgezeichnetes System des öffentlichen Nahverkehrs (U-Bahn, Straßenbahn, Busse), das es auch nachts ermöglicht, problemlos von einem Stadtteil in einen anderen zu gelangen.

Nepp und Abzocke

Besondere Vorsicht ist beim Geldwechseln an Wechselstuben geboten, die trotz angeblicher "0 % Commission" oft 20 Prozent und mehr der Tauschsumme einbehalten.

Prags Taxifahrer sind bekannt dafür, insbesondere ausländische Fahrgäste systematisch zu betrügen. Am größten ist dabei das Risiko, wenn man ein Fahrzeug auf der Straße anhält oder an besonders frequentierten Plätzen in wartende Wagen einsteigt.

Auch im Kneipen und Restaurants empfiehlt es sich, die Rechnungen genau zu kontrollieren. (nk)

Wiki-Info

Prag ist die Hauptstadt und zugleich bevölkerungsreichste Stadt der Tschechischen Republik. Die Hauptstadt Prag (Hlavní město Praha) ist verwaltungstechnisch zugleich eine von 14 Regionen Tschechiens. Politisch ist Prag zur Gänze von der Region Mittelböhmen (Středočeský kraj) umschlossen.

Die Umgebung der Stadt ist seit der Frühgeschichte dicht bevölkert. Die slawische Besiedlung begann im 6. Jahrhundert in einem Gebiet, das zuvor seit über 500 Jahren von den germanischen Markomannen bewohnt worden war. Nach der Errichtung von zwei Burgen durch die Přemysliden im 9. und 10. Jahrhundert kamen jüdische und deutsche Kaufleute ins Land.

Um 1230 wurde Prag zur Residenzstadt des Königreichs Böhmen und im 14. Jahrhundert als Residenzstadt des Heiligen Römischen Reiches zu einem politisch-kulturellen Zentrum Mitteleuropas. In Prag wurde 1348 die erste Universität Mittel- und Osteuropas gegründet. Über Jahrhunderte hinweg war Prag eine multikulturelle Stadt, in der sich tschechische, deutsche und jüdische Kultur begegneten und gegenseitig inspirierten.

Die "Goldene Stadt" zeigt heute ein geschlossenes, von Gotik und Barock geprägtes Stadtbild und zählt mit mehr als fünf Millionen ausländischen Touristen im Jahr zu den zehn meistbesuchten Städten Europas.

Geographische Lage

Prag liegt zentral im westlichen Tschechien an der Moldau, rund 40 Kilometer vor deren Einmündung in die Elbe in Mělník. Die Entfernung zu den äußersten Grenzpunkten beträgt nach Norden rund 110 Kilometer, nach Westen und Süden je rund 170, nach Osten rund 320 (zur alten böhmischen Ostgrenze rund 170; jeweils Luftlinie).

Ein Großteil der Stadt liegt in einem weiten Tal der Moldau, die das Stadtgebiet auf 30 Kilometern Länge durchfließt und im Nordteil eine große Schleife bildet. Am südlichen Bogen dieser Schleife liegt das historische Stadtzentrum, beherrscht von den beiden Burgbergen im Norden (Hradschin) und Süden (Vyšehrad). Der Rest verteilt sich auf weitere das Tal umgebende Hügel: Letná, Vítkov, Větrov, Skalka, Emauzy, Karlov und den höchsten von ihnen, den Petřín. Durch die Eingemeindungen vornehmlich im 20. Jahrhundert dehnt sich das Stadtgebiet nun auch weit in die Prager Hochfläche (Pražská plošina) hinein aus.

Die umströmt mehrere Inseln im Stadtgebiet, darunter die südlich der Karlsbrücke gelegenen Slovanský ostrov, Dětský ostrov und Střelecký ostrov sowie die den Westteil der Karlsbrücke tragende Kampa, und nimmt zahlreiche Wasserläufe auf, unter denen die größten die Berounka nördlich von Zbraslav (von Westen), der Botič zwischen der Neustadt und Vyšehrad (von Osten) und die Rokytka im Hafen von Libeň (ebenfalls von Osten) sind.

Die größten Höhen liegen im Westen und Süden der Stadt. Im Westen erreicht der Bílá hora (Weißer Berg) 381 Meter, an der Stadtgrenze südwestlich davon werden 397 Meter gemessen. Im Süden steigt der Čihadlo auf 385 Meter.

Klima

Prags mildes Klima wird sowohl von atlantischer als auch kontinentaler Seite beeinflusst. Die mittlere Jahrestemperatur liegt um die 8 °C, Minuswerte im Winter erreichten zuletzt (2006) bis zu −17 °C, Pluswerte im Sommer bis zu 35 °C.

Der meiste Niederschlag fällt im Sommerhalbjahr (Mai: 77 mm), das Winterhalbjahr ist verhältnismäßig trocken (Oktober bis März: 23 bis 32 mm).

Stadtname

Für die Namensherkunft von Praha, Prag oder Praga (lat.) gibt es mehrere Theorien. Die erste – eine mythologische – besagt, dass die Stadtgründerin Libuše ihr Gefolge in einen Wald schickte, um aus einem Baum eine Türschwelle zu schlagen. An dieser Stelle soll Prag dann durch Libuše gegründet worden sein. Das tschechische Wort für (Tür-)Schwelle ist "práh". Der Chronist Cosmas übernahm diese Theorie in einer seiner Chroniken.

Wissenschaftliche Versuche, den Stadtnamen zu erklären, gehen in eine ähnliche Richtung. Sie beziehen sich auf den Fluss Moldau, der durch Holzbalken (oder Schwellen) begradigt wurde.

Einer weiteren, eher als unwahrscheinlich angesehenen Theorie nach besteht ein Zusammenhang mit dem Wort brennen (tsch. "pražit") bzw. vertrocknet (tsch. "vyprahlý"). Entweder wurde der Wald, an dessen Stelle Prag entstand, vorher durch Feuer gerodet oder die Sonne brannte dort besonders stark.

Goldene Stadt der hundert Türme

Der Beiname "Goldene Stadt" bezieht sich auf die Sandsteintürme, die bei Sonneneinstrahlung in Goldtönen schimmern. Eine weitere Erklärung für diese Bezeichnung ist, dass Kaiser Karl IV. die Türme der Prager Burg vergolden ließ. Außerdem war die Stadt zur Zeit Rudolfs II. ein Anziehungspunkt für Alchemisten.

Auch der Name "Stadt der hundert Türme" ist schon seit mehreren Jahrhunderten bekannt und stammt von den zahlreichen Türmen, die das historische Stadtbild prägen.

Verwaltungsgliederung

Zu Verwaltungszwecken ist Prag seit 2002 in 22 durchnummerierte Verwaltungsbezirke (správní obvod) gegliedert, die aus einem oder mehreren Stadtteilen (městská část) bestehen, von denen es insgesamt 57 gibt. Die Stadtteile entsprechen im inneren Stadtraum nur selten den historisch gewachsenen Stadtvierteln oder den früh eingemeindeten Vororten und -städten; so setzt sich der Stadtteil 1 (gleichzeitig Stadtbezirk 1) aus den früheren Stadtvierteln Staré Město (Altstadt) und Josefov sowie Teilen der Stadtviertel Holešovice, Hradčany (Hradschin), Malá Strana (Kleinseite), Nové Město (Neustadt) und (Královské) Vinohrady zusammen. Die Nummerierung der 22 Stadtbezirke durchzieht Prag in aufsteigender Folge spiralförmig im Uhrzeigersinn von innen nach außen.

Daneben gibt es in Prag noch Gliederungen in Katastergebiete (katastrální území, zurzeit 112) sowie zehn Gerichts- und Postbezirke und vier Polizeibezirke.

Prag ist Verwaltungssitz des Středočeský kraj (Mittelböhmische Region), wobei Prag selbst nicht zu dieser Region gehört.

Quelle: Wikipedia

Regionenkarte

Die Region in Zahlen

Verwaltungsbezirke und Stadtteile

Grafik: Wikimedia Commons / Autor: Alexrk2

 

  • Prag 1 (Staré Město, Malá Strana, Hradčany)
  • Prag 2 (Nové Město, Vinohrady)
  • Prag 3 (Žižkov)
  • Prag 4 (Nusle, Kunratice, Modřany)
  • Prag 5 (Slivenec, Smíchov)
  • Prag 6 (Lysolaje, Nebušice, Přední Kopanina, Suchdol)
  • Prag 7 (Troja, Holešovice)
  • Prag 8 (Karlín, Libeň, Březiněves, Ďáblice, Dolní Chabry, Horní Chabry, Bohnice)
  • Prag 9 (Prosek, Vysočany)
  • Prag 10 (Hostivař, Strašnice, Vršovice)
  • Prag 11 (Křeslice, Šeberov, Újezd, Chodov, Háje)
  • Prag 12 (Libuš, Modřany)
  • Prag 13 (Řeporyje, Stodůlky, Butovice)
  • Prag 14 (Dolní Počernice, Černý Most)
  • Prag 15 (Dolní Měcholupy, Dubeč, Petrovice, Štěrboholy)
  • Prag 16 (Radotín, Lipence, Lochkov, Velká Chuchle, Zbraslav)
  • Prag 17 (Řepy, Zličín)
  • Prag 18 (Letňany)
  • Prag 19 (Kbely, Čakovice, Satalice, Vinoř)
  • Prag 20 (Horní Počernice)
  • Prag 21 (Újezd nad Lesy, Běchovice, Klánovice, Koloděje)
  • Prag 22 (Uhříněves, Benice, Kolovraty, Královice, Nedvězí)
Quelle: Wikipedia

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