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Rubrik: Reise | Veröffentlicht am: 18.12.2016

Prag - Eine tschechischsprachige Dokumentation des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehens (ČT) über die Prager Karlsbrücke aus dem Jahr 2016, anlässlich des 700. Geburtstages Karls IV.  

Der Fokus der Reportage liegt auf den bautechnischen Verfahren beim Bau der Brücke, der mittelalterlichen Ingenieurskunst und der Frage, wie das Bauwerk seine Widerstandsfähigkeit gegen die Naturgewalten erhalten habe.

Zu Wort kommt unter anderem auch der Direktor des Karlsbrückenmuseums, Zdeněk Bergman. Anhand eines der Exponate des Museums, nämlich des Modells von Karlsbrücke und Judithbrücke, erläutert er die unterschiedliche Lage und Größe von Karlsbrücke und ihrer kleineren, ebenfalls steinernen Vorgängerin, die rund 200 Jahre bestand hatte. 

Wie Bergmann zeigt, findet man einen der erhaltenen Brückenbogen der Judithbrücke direkt unter dem Karlsbrückenmuseum, der Vergleich der Brückenbögen verdeutlicht den Größenunterschied der beiden Bauwerke. (nk)

Autor: Tschechien Online - Ressort Reise
Themen: Karlsbrücke, Judithbrücke, Architektur, Archäologie, Prager Sehenswürdigkeiten

Info

Ausstellung ist der Geschichte und den Techniken beim Bau von Prags wichtigstem Bauwerk und Wahrzeichen gewidmet

Die Prager Karlsbrücke hat eine Jahrhunderte lange und dabei sehr wechselhafte Geschichte hinter sich: Krönungsumzüge und Kriege, Feierlichkeiten und Hochwasser, Alltägliches und Außergewöhnliches - das Karlsbrückenmuseum widmet allem die gebührende Aufmerksamkeit.

In mehreren Sälen des einstigen Spitals des Ritterordens der Kreuzherren (Křižovnický špitál) und der Kreuzherrenkirche (Kostel sv. Františka) werden Besucher mit der Geschichte des einzigartigen Ortes und Bauwerks vertraut gemacht. Hier erfährt man alles über das "Leben der Brücke" und der Menschen um sie herum.

Anschauungsmodelle zeigen die Etappen des Brückenbaus

Das im Jahr 2007 eröffnete Museum bringt den Besuchern die Verfahren beim Bau der Brücke näher und alles, was damit zusammenhängt. Mit klarem Fokus auf die Karlsbrücke zeichnet es dabei die Geschichte auf beiden Seiten des Flussufers nach. Zu sehen sind sowohl steinerne Elemente der Brückenarchitektur, Originalhandwerksgeräte und -baumaschinen sowie deren Rekonstruktionen (unter anderem eine vier Meter große Seilwinde), aber auch die Rekonstruktion des Einlassens eines Brückenpfeilers im Maßstab 1:2.

Einen außergewöhnlichen Bestandteil der Ausstellung bilden die Anschauungsmodelle. Dazu gehört ein Modell der Stadt Prag um das Jahr 1000 mit gekennzeichneten Furten über die Moldau, die damals die wichtigsten Verbindungspunkte zwischen den linken und dem rechten Moldauufer waren.

Dem selben Zweck diente auch die Vorgängerin der Karlsbrücke, nämlich die ebenfalls steinerne Judithbrücke. Sie war nach dem Vorbild slawischer Prototypen errichtet worden und wurde erstmals in der Cosmas-Chronik erwähnt. Einzigartig ist auch das erste Modell der wahrscheinlichen Gestalt der Judithbrücke, das zusammen mit dem Modell der Karlsbrücke hergestellt wurde. Das gemeinsame Modell verdeutlicht gut, wie sich die Achse der Karlsbrücke gegenüber der kleineren Vorgängerin verändert hatte.

Kontakt

Muzeum Karlova mostu

Křižovnické náměstí 3
110 00 Praha 1
Hauptstadt Prag (Hlavní město Praha)
Tschechische Republik
katerina@navalis.cz Tel: +420 734 572 231

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