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prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Reise, Auto-Moto, Transport | 18. Januar 2018, 17:53 Uhr
Brücke wird ab Mitternacht für Autos und Straßenbahnen geschlossen

Prag - Die Brücke Libeňský most (Foto), die die Stadtteile Holešovice und Palmovka verbindet, wird heute um Mitternacht geschlossen. 

Das gab der Prager Magistrat am heutigen Donnerstag über Twitter bekannt. Grund für die drastische Maßnahme ist der schlechte bauliche Zustand des Bauwerks, das über die Moldau führt. Für 18 Uhr wurde eine außerordentliche Pressekonferenz dazu einberufen. 

Anfang Dezember 2017 war in Prag eine Fußgängerbrücke über die Moldau eingestürzt. Die Prager Stadtverwaltung hatte daraufhin angeordnet, den aktuellen baulichen Zustand sämtlicher Brücken in der Stadt prüfen zu lassen. Dabei kam zu Tage, dass in der tschechischen Hauptstadt insgesamt 23 Brücken in sehr schlechtem Zustand sind. 

Die Technische Verkehrswegeverwaltung (TSK) hatte die Libeňský most bereits 2016 untersucht und im vergangenen Jahr die Statik der 1928 eröffneten Brücke geprüft. Der Bauzustand wurde dabei mit der zweitschlechtesten Stufe 6 von 7 möglichen klassifiziert. 

Nach Informationen der Online-Ausgabe der Tageszeitung Mladá fronta Dnes wird die Brücke voraussichtlich für mehrere Wochen geschlossen bleiben. (nk)

Rubrik: Kultur, Bildende Kunst | 18. Januar 2018, 11:03 Uhr
In der böhmischen Geschichte und im Prager Stadtbild hat der Habsburger seine Spuren hinterlassen

Prag - Es ist davon auszugehen, dass modernen Zeitgenossen der Name Ferdinand II. kein bekannter Begriff mehr ist. Das ist keinesfalls erstaunlich, doch sind Ferdinands II. Leben und Wirken dennoch eng mit der Geschichte der Böhmischen Länder und auch der Prager Stadtgeschichte verknüpft. Eine Ausstellung in der Wallenstein-Reithalle des Nationalmuseums beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten des Lebens des kunstsinnigen Fürsten.

Ferdinand II. (1529-1595) stammte aus dem Hause Habsburg und wurde 1547 von seinem Vater, dem Kaiser Ferdinand I., als Statthalter in das Königreich Böhmen entsandt. Dort hinterließ er architektonisch seine Spuren und war beispielsweise für den Bau des Jagdschlösschens Hvězda ​sowie den Umbau der Prager Burg verantwortlich. Als überzeugter Katholik und Stellvertreter des römischen Kaisers geriet er auch in Konflikt mit den protestantischen böhmischen Ständen. 

Die Ausstellung beschäftigt sich aber nicht nur mit seinem politischen Wirken, sondern wirft auch ein Licht auf die damals eher untypischen und außergewöhnlichen Seiten des Herrschers. Darunter fällt seine ungewöhnliche Heirat mit der unstandesgemäßen Bürgertochter Philippine Welser, genauso wie seine Kunsttätigkeit. Als Kunstliebhaber und -förderer stellte Ferdinand II. eine bedeutende Sammlung von Gemälden, Handwerk, Rüstungen und vor allem verschiedener Kuriositäten zusammen, die weit über seinen Einflussbereich hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad erlangte. 

Die nun gezeigte Ausstellung wurde erstmals in seinem ehemaligen Tiroler Herrschaftssitz Ambras aus Anlass des 450-jährigen Jubiläums seines dortigen Regierungantritts präsentiert und macht nun in seinem früheren Herrschaftssitz Prag Halt. Aus diesem Grunde sind sowohl tschechische als auch Exponate aus seinem Tiroler Sitz versammelt. Bilder, Alltagsgegenstände, Rüstungen und wichtige Schriftstücke geben sowohl einen Eindruck von Ferdinand II. als Herrscher als auch von seinem Privatleben. Als besonders interessanter und abwechslungsreicher Teil der Ausstellung kann eine große Auswahl an Gegenständen aus seiner Kuriositätensammlung betrachtet werden.

Noch bis zum 25. Februar 2018 präsentiert die Nationalgalerie die Ausstellung "Ferdinand II. Erzherzog von Österreich. Ein Renaissanceherrscher und Kunstmäzen zwischen Prag und Innsbruck" in der Wallenstein-Reithallte auf der Kleinseite nahe der Metrostation Malostranská der Linie A. Die Reithalle hat täglich, außer montags, von jeweils 10 bis 18 Uhr ihre Tore geöffnet. Die Ausstellung ist zweisprachig auf tschechisch und englisch gehalten. (taaa)

Bildnachweis:
Ngprague.cz
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Panorama | 17. Januar 2018, 21:43 Uhr
Meteorologen warnen vor dichtem Schneefall, Glatteis und orkanartigem Wind

Prag - Das tschechische Wetteramt (ČHMÚ) hat am Mittwoch eine landesweite Warnung vor starkem Wind, dichtem Schneefall und der Bildung von Schneeverwehungen und Glatteis herausgegeben. 

In den tschechischen Mittelgebirgen und Höhenlagen im Norden des Landes erwarten die Meteorologen demnach am späten Mittwochabend und am Donnerstag bis zu 30 Zentimeter Neuschnee. 

Die Warnung vor starkem Wind gilt von Donnerstagmittag bis Freitagmorgen. Der Wind kann dabei im Norden des Landes sogar Orkanstärke erreichen, in den übrigen Landesteilen gilt eine Warnung vor zumindest starkem Wind. 

Die Glatteiswarnung gilt für ganz Tschechien seit Mittwochnachmittag, ebenso die Warnung vor dichtem Schneefall.

Bereits am Dienstag und Mittwoch hatten die widrigen Witterungsverhältnisse stellenweise zu erheblichem Verkehrschaos geführt. Nach einer Massenkarambolage auf der Autobahn D1 zwischen Prag und Brünn kam der Verkehr komplett zum Erliegen und viele Motoristen verbrachten die Nacht gezwungenermaßen in ihren Fahrzeugen. (nk)

Bildnachweis:
Hzscr.cz / Massenkarambolage auf der D1 bei Jeníkov
Rubrik: Reise | 17. Januar 2018, 10:56 Uhr
Publikumsmagnet lockt wieder Tausende Besucher auf den Hradschin

Prag - Seit dem gestrigen 16. Januar werden die Kronjuwelen des Königreichs Böhmen bis zum Dienstag kommender Woche im Vladislav-Saal des Alten Königspalastes auf der Prager Burg ausgestellt. 

Der Anlass, den Schatz mit den Krönungsinsignien der Öffentlichkeit zu präsentieren, ist diesmal ein doppelter: Die 100-Jahr-Feiern zur Gründung der Tschechoslowakei im Jahr 1918 und die 25-Jahr-Feiern zum Bestehen der eigenständigen Tschechischen Republik.

Die St.-Wenzelskrone, Reichsapfel und Zepter sind in der aktuellen Ausstellung mit dem Titel "Die symbolische Macht der böhmischen Krönungsinsignien" dabei erstmals von allen Seiten zu sehen - Besucher werden im Rundgang um die Vitrine aus Panzerglas geführt. 

Die Kronjuwelen werden traditionell nur zu besonderen Anlässen präsentiert. Zuletzt waren sie für zehn Tage im Jahr 2016 auf der Prager Burg zu sehen, Anlass waren damals die Feiern und Ausstellungen zum 700. Geburtstag Kaiser Karls IV. 

Besucher, die sich die aktuelle Ausstellung nicht entgehen lassen wollen, sollten allerdings mit langem Schlangestehen rechnen, denn der Eintritt ist frei und der Andrang war schon am ersten Tag erwartungsgemäß sehr groß. (nk)

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist wochentags von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, am Samstag und Sonntag von 09. bis 17.00 Uhr.

Rubrik: Sport, Tennis | 15. Januar 2018, 16:07 Uhr
Aufeinandertreffen von tschechischen und Schweizer Tennisspielerinnen am 10. und 11. Februar in der O2 Aréna in Prag

Prag - Die Fed Cup Saison 2018 beginnt am 10. und 11. Februar in der O2 Aréna in Prag mit der Erstrundenbegegnung von Tschechien und der Schweiz. Der Fed Cup 2018 von BNP Paribas ist das Tennisturnier der Nationalteams der Frauen und wird auf einem Hartbelag ausgetragen. 

Das tschechische Fed Cup Team besteht unter anderem aus Tennisstars wie Karolína Plíšková (derzeit Weltranglistensechste), Petra Kvitová und Lucie Šafářová. 

Tageskarten für den 10. Februar sind ab 550 Kronen, für den 11. Februar ab 650 Kronen erhältlich.

"Ich freue mich auf die Wettkämpfe mit der Tschechischen Republik. Es ist ein Jahr her, dass wir zum letzten Mal vor unserem heimischen Publikum gespielt haben. Die Atmosphäre ist immer fantastisch", sagt Karolína Plíšková über den bevorstehenden Wettkampf. (ssch)

Bildnachweis:
O2arena.cz