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Rubrik: Panorama | Veröffentlicht am: 04.11.2015

Prag - Die tschechische Polizei veröffentlichte am 2. November Aufnahmen aus einer Überwachungskamera, die jüngst am Bahnübergang in der Stadt Studénka in der Region Mährisch-Schlesien gemacht wurden. Die Stadt hat durch zwei schwere Zugunglücke traurige Berühmtheit in Tschechien erlangt.

Die jüngste Tragödie ereignete sich am 23. Juli dieses Jahres: Damals war ein Pendolino-Schnellzug bei vollem Tempo mit einem Lastwagen kollidiert, der auf dem beschrankten Bahnübergang zum Stehen gekommen war. Bei dem Unglück wurden zwei Reisende des Personenzugs sofort getötet, ein weiterer Passagier starb später im Krankenhaus. Etliche weitere Personen in dem Hochgeschwindigkeitszug wurden zudem schwer verletzt.

Ganz ähnlich ist die auf dem aktuellen Video dokumentierte Situation. Der Fahrer eines Sattelschleppers fährt trotz bereits rot blinkender Warnleuchten auf den beschrankten Bahnübergang, die Schranken senken sich: ein Szenario mit potenziell katastrophalem Ausgang.

Der Lkw-Fahrer am 23. Oktober tritt jedoch schließlich aufs Gaspedal, durchbricht die bereits geschlossene Schranke - und fährt einfach davon.

Einer neuerlichen Zugkatastrophe entgeht Studénka nur um Haaresbreite. Inzwischen wird als radikale Maßnahme ernsthaft über eine vollständige Schließung des berüchtigten Bahnübergangs diskutiert. (nk)

Autor: Niels Köhler
Themen: Studénka, Zugunglücke, Bahnverkehr

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