Die meisten EU-Länder halten an Übergangsregelung für neue Mitglieder fest
Prag - Tschechien will seinen Arbeitsmarkt gegenüber Bulgarien und Rumänien nach deren für Januar 2007 geplanten EU-Beitritt nicht verschließen.
Das sagte gestern der schiedende Arbeits- und Sozialminister Petr Neèas (Foto), wie tschechische Tageszeitungen berichteten.
Nach Ansicht des ODS-Politikers sollte Prag sich aber vorbehalten, jederzeit Beschränkungen einführen zu können, sollte dies "notwendig" werden.
Die meisten anderen EU-Länder werden ihren Arbeitsmarkt für die EU-Neulinge verschließen oder nur sehr eingeschränkt öffnen. Tschechien kämpft innerhalb der EU seit langem für eine uneingeschränkte Freizügigkeit von Arbeitskräften. Man würde sich daher seine eigene Verhandlungsposition schwächen, sollte man sich jetzt gegenüber den EU-Neulingen genauso verhalten wie 2004 die alten EU-Mitglieder gegenüber den neuen, sagte Neèas.
Tschechien Online, 2.11.2006. Foto: ÈTK