Ein gelungener Start in die neue Knödelsaison unweit des Karlsplatzes
Prag - Es gibt zu jedem Wetter und jeder Jahreszeit das passende Essen. Im Herbst, wenn die Tage kürzer und kühler werden, beginnt die Zeit der böhmischen Küche. Mit ihren sämigen Majoran-gewürzten Suppen, den herzhaften Rinder- und Schweinebraten, Bier-, Wein - und Sahnesaucen und all den Knödelvarianten bietet sie genau den richtigen kulinarischen Rahmen für die kalten Monate.
Nach einem von Salaten und leichter Kost geprägten Sommer, gelegentlich mit Gegrilltem bereichert, hatte ich die opulenten, bürgerlich-böhmischen Fleisch-und-Knödel-Tafeln schon richtig vermisst. Da kam die Einladung eines Freundes ins Neustädter U Pravdù ("Bei den Pravdas") wie gerufen: ein rustikales echt Prager Wirtshaus oberhalb des Karlovo námìstí (Karlsplatz).
Ich kannte das gemütliche Lokal zwar bereits und wusste, dass es dort tolles Bier (unpasteurisiertes Bernard, ein Hochgenuss!) und einen kleinen Biergarten im Hinterhof gibt, aber gegessen hatte ich dort noch nie. Das änderte sich Ende September, als wir an einem schon ziemlich kühlen Montagabend dort einkehrten.