Mittelalterliche Kunst in Böhmen und Mitteleuropa
Prag - In den authentischen Räumlichkeiten des wahrscheinlich im Jahr 1231 gegründeten Klosters der Heiligen Agnes, der Tochter König Pøemysls Otakar I., ist seit dem Jahr 2000 die neu konzipierte Ausstellung mittelalterlicher und früher Renaissancekunst (1200 - 1550) für die Öffentlichkeit zugänglich.
Der erste Teil der Ausstellung verfolgt die Entwicklung der böhmischen Kunst von Tafelbildern und Bildhauerei ab der Mitte des 14. Jahrhunderts (Meister des Vy¹ebroder Altars, Meister der Michler Madonna) über den weichen Stil des Meisters Theodorik bis zu Bildern des Meisters des Tøeboner Altars und Werken des schönen Stils (St.-Veits-Madonna, Variante der Krumauer Madonna).
Während im 14. Jahrhundert und in der Periode um das Jahr 1400 Böhmen und Prag zu den bedeutendsten Zentren des künstlerischen Geschehens in Europa gehörten, nahmen sie im 15. Jahrhundert künstlerische Impulse dagegen eher auf (Meister der Purchner-Arche, Meister des Leitmeritzer Altars).
Konfrontation mit Kunstschaffen in anderen mitteleuropäischen Regionen

Böhmische und mährische Werke aus dem 15. und 16. Jahrhundert werden in der Ausstellung mit dem Schaffen anderer mitteleuropäischer Regionen konfrontiert, mit denen Böhmen in dieser Zeit in engem kulturellen Kontakt stand. So führt das Bild der Madonna mit Kind von Meister IW einen Dialog mit dem Werk gleichen Sujets des sächsischen Künstlers Lucas Cranach d. Ä.
Der bedeutende Meister des Beweinens der Bettler ist mit seinem Hauptwerk vertreten, das das hohe Niveau der Holzschnitzerei in der Gegend Südböhmens dokumentiert, während der Einfluss der sogenannten Donauschule (in der Ausstellung beispielsweise in Form eines Bildes von Albrecht Altdorfer vertreten) sich im Schaffen des Meisters IP niederschlägt.
Adresse: Klá¹ter sv. Ane¾ky Èeské
U milosrdných 1, 110 00 Praha 1
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 17 Uhr, Montags geschlossen
E-Mail: ak.educ@ngprague.cz, Website: www.ngprague.cz