Bergdienst rufte dritte Gefahrenstufe aus und warnt vor Bergtouren
Pec pod Snì¾kou/Prag - Der Bergdienst der Tschechischen Republik hat für das Riesengebirge in den höchsten Berglagen am Montag die dritte Stufe der Lawinengefahr ausgerufen, nachdem in den Kammlagen in den vergangenen Tagen bis zu einem halben Meter Neuschnee gefallen ist.
Darüber informiert heute der Bergdienst auf seinen Internetseiten, Horskasluzba.cz
"Bergtouren erfordern bereits erfahrenes Urteilsvermögen, sie verlangen mehr als gewöhnliche Erfahrung. In außergewöhnlichen Fällen, kann der mögliche Abgang von sich selbst lösenden Lawinen auch die vom Bergdienst ausgewiesenen frequentierten Wege bedrohen," mahnt der Rettungsdienst zu Vorsicht und warnt Unerfahrene vor Bergtouren.
Die bis zu 50 Zentimeter Neuschnee haben sich dank starker Winde an vielen Stellen zu starken Schneeverwehungen und Schneekissen angehäuft. Die dritte Stufe der Lawingengefahr ist die mittlere der fünfstufigen Lawinenskala und bezeichnet eine beträchtliche Gefahr.
Stufen der Lawinengefahr
1. niedrig - Der Schnee ist gefestigt, Lawinen drohen nur ausnahmsweise.
2. mäßig - Lawinen drohen an Steilhängen und bei mechanischer Belastung der Schneefläche.
3. beträchtlich - An Steilhängen kann es zu mittleren und größeren sich selbst lösenden Lawinen kommen.
4. hoch - Die Stabilität der Schneefläche ist gefährdet, es drohen mittlere und größere sich selbst lösende Lawinen.
5. sehr hoch - Die Schneedecke ist nur schwach befestigt und instabil, es droht ihr Abrutschen auch außerhalb traditioneller Lawinenhänge.
Notrufnummern:
- Riesengebirge (Krkono¹e)
+420 602 448 338, +420 499 433 230 oder Polizeinotruf 155 und 112 (bei polnischem Signal)
Aktuelle Lawineninformationen: www.horskasluzba.cz
Tschechien Online 3.3.2008. Fotos/Grafiken: Horskasluzba.cz