Gericht in Trutnov sprach Künstlergruppe Ztohoven frei - Video eingebettet
Trutnov - Unschuldig - zu diesem Urteil kam das Bezirksgericht in Trutnov (Nordböhmen), wo heute die Atompilz-Performance der tschechischen Künstlergruppe Ztohoven (im Bild Initiator David Brudòák) verhandelt wurde. Diese hatte im Juni vergangenen Jahres Bilder einer Atombombenexplosion ins Frühstücksfernsehen geschmuggelt.
Nach dem provokativen Streich erstattete das Tschechische Fernsehen ÈT (Prag), dessen Sendung "Panorama" betroffen war, Strafanzeige gegen Ztohoven.
Die Staatanwaltschaft warf den an der Aktion beteiligten Ztohoven-Mitglieder "Panikmache" durch Verbreitung von Falschmeldungen vor.
Wäre Richterin Stanislava Suchánková dieser Sichtweise gefolgt, hätten den jungen Künstlern Haftstrafen von bis zu drei Jahren gedroht. Stattdessen schloss sie die Verhandlung mit den Worten: "Die vorliegende Handlung ist keine Straftat, und darum befreie ich alle Beschuldigten von der Anklage."
Die Betroffenen nahmen das Urteil "sichtlich erleichtert" auf, berichtete der Online-Dienst Aktualne.cz. Entsprechend verzichtete ihr Verteidiger auf das Berufungsrecht, sollte die Staatsanwaltschaft davon auch nicht Gebrauch machen, wäre das Urteil rechtskräftig.
Video: Vor Gericht verhandelte Ztohoven-Aktion im Tschechischen Fernsehen ÈT 2 (1:01)
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