Volkspartei-Chef kehrt in Topoláneks Kabinett zurück - Schwarzenberg bleibt im Amt
Prag - Grünes Licht für Èunek: Die Koalitionsspitzen in Prag haben sich am Dienstag auf die Rückkehr des KDU-ÈSL-Vositzenden Jiøí Èunek (Foto) ins Kabinett geeinigt. Die offizielle Ernennung durch Präsident Václav Klaus sei für Mittwoch geplant, meldete die Nachrichtenagentur ÈTK.
Damit ist das politische Comeback des Volkspartei-Chefs perfekt, der im Herbst wegen Unklarheiten bezüglich seiner Vermögensverhältnisse zurückgetreten war.
Im Rahmen der Vereinbarung willigte Èunek ein, die Finanzen seiner Familie von einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungs-Agentur kontrollieren zu lassen. Dies hatte Außenminister Karel Schwarzenberg, der ebenfalls an den heutigen Gesprächen teilnahm, zur Bedingung gemacht.
Anderenfalls wäre der populäre Außenamtschef zurückgetreten.
Das Auditing soll spätestens Ende April beginnen und bis zum 1. Juli 2008 abgeschlossen sein. Karel Schwarzenberg besteht darüber hinaus auf einer Veröffentlichung der Ergebnisse. Dies sei der "Sinn der ganzen Angelegenheit", so der parteilose Außenminister.
Mit dem Kompromiss zeigte sich Premier Topolánek zufrieden. "Es ist eine Abmachung gefunden worden, die wir alle vier unterzeichnet haben", sagte der der Regierungschef. Damit sei "eine gewisse Unmöglichkeit" der politischen Rückkehr Jiøí Èuneks "entblockt".
Die Opposition kritisierte den Kompromiss. "Damit wird die Regierung völlig unglaubwürdig", bemerkte der KSÈM-Vorsitzende Vojtìch Filip. Die ÈSSD erwägt nach Worten ihres Vizevorsitzenden Zdenìk ©kromach einen Misstrauensantrag.
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Rückkehr von Jiøí Èunek in die Regierung wahrscheinlichTschechien Online, 1.4.2008. Foto: ÈTK