HC Slavia holt Eishockey-Meistertitel

Vladimír Růžičkas Team ließ Gästen aus Karlsbad im entscheidenden Finale keine Chance

Prag - Der HC Slavia Prag hat sich zum zweiten Mal nach 2003 den tschechischen Eishockey-Meistertitel gesichert.

Nach einer 3:2-Führung in der Serie setzten sich die Prager gegen den HC Energie Karlovy Vary im siebten Spiel durch.

Vor gut 17 000 Zuschauern in der für die WM 2004 gebauten O2 Arena (der ehemaligen Sazka Arena) besiegte Slavia seinen Widersacher mit 4:2. Dabei gaben die Prager den Gästen aus dem westböhmischen Kurbad von Anfang an keine Chance. Das Spiel wurde im Grunde bereits im ersten Drittel der Begegnung entschieden, an dessen Ende Slavia bereits mit 2:0 führte.

Nach Toren von Jakub Klepiš, Jaroslav Bednář, Roman Červenka und Jiří Vasíček führte Slavia nach 57 Minuten mit 4:0, kassierte gegen Spielende aber noch zwei Gegentreffer. Karlovy Vary hatte zuvor bereits im Halbfinale den Qualifikationssieger HC České Budějovice, der ebenfalls in die Champions Hockey League einzieht, mit einem 4:3-Sieg in der Serie überraschend aus dem Meisterschaftsrennen geworfen.

Slavia-Coach, Ex-Nationalspieler Vladimír Růžička (auf dem Foto mit dem Pokal), kommentierte den Sieg so: "Den Spielern habe ich gesagt, dass sie sich einer Sache bewusst sein müssen, dass es nicht darum geht, wer schön spielt, sondern darum, wer gewinnt. Ich habe gesagt, dass es mich nicht interssiert, wie wir spielen werden, sondern dass wir gewinnen. Das ist bei solchen Begegnungen wichtig."

Ergebnis:

Slavia Praha - Energie Karlovy Vary 4:2 (2:0, 1:0, 1:2)
Tore und Vorlagen: 7. Klepiš, 9. Bednář (Tomica), 38. Červenka (Klepiš), 58. Vašíček (Sup) - 58. V. Polák (Němec), 60. Jiří Hanzlík (Kumstát)
Schiedsrichter: Husička, Hradil - Barvíř, Blümel

Aufstellung:

Slavia Praha: A. Svoboda - Kadlec, Vašíček, J. Novák, Drtina, Sloboda, Žižka, Kolařík - Bednář, Červenka, Tomica - D. Hruška, Klepiš, Vondrka - Micka, V. Růžička ml., Sup - Beránek, Rataj, M. Čermák. Trenéři: V. Růžička st. und Kalous.

Karlovy Vary: Mensator - Dobroň, Jiří Hanzlík, Mudroch, Řezníček, Němec, Prošek, Grof, Brňák - Kumstát, Skuhravý, Košťál - Bílek, Kraft, Hluchý - Melenovský, Kristek, Milan Procházka - Zucker, Pech, V. Polák. Trenéři: Venera, Baďouček und Kněžický.

Sieger der tschechischen Eishockey-Extraliga:

1993/94 - Olomouc
1994/95 - Dadák Vsetín
1995/96 - Petra Vsetín
1996/97 - Petra Vsetín
1997/98 - Petra Vsetín
1998/99 - Slovnaft Vsetín
1999/00 - Sparta Praha
2000/01 - Slovnaft Vsetín
2001/02 - Sparta Praha
2002/03 - Slavia Praha
2003/04 - Hamé Zlín
2004/05 - Moeller Pardubice
2005/06 - Sparta Praha
2006/07 - Sparta Praha
2007/08 - Slavia Praha

Tschechien Online, 17.4.2008. Foto: ČTK
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