Wirtschaft soll nach Einschätzung der OECD 2008 um 4,5 Prozent wachsen
Prag - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat im Rahmen des veröffentlichten Länderreports Tschechien 2008 die Regierungsvertreter der Republik zu mehr Disziplin bei der Zielsetzung des Haushaltsdefizits aufgerufen und zu weiteren Reformen angemahnt.
Damit die Wirtschaft des Landes auch in den kommenden Jahren vergleichbare Wachstumsraten wie in den Vorjahren vorweisen kann, müsse die Regierungskoalition in erster Linie die Reduzierung der öffentlichen Ausgaben sowie die Anhebung des Rentenalters durchsetzen, so die OECD.
Wie die Agentur Bloomberg meldet, prognostiziert die OCED der Tschechischen Republik für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent und für das Jahr 2009 eine Wachstumsrate von 5 Prozent.
Damit kann die Tschechische Republik weiterhin ein stabiles Wirtschaftswachstum vorweisen. Allerdings muss das Land nach Auffassung der OECD weitere Reformen auf den Weg bringen, um diese Wachstumsraten auch in Zukunft vorweisen zu können.
Sollte sich die Politik des Landes nicht dahingehend ändern, so OECD-Generalsekretär José Ángel Gurría (Foto) am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Prag, werden die Ausgaben der öffentlichen Hand bei einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung spürbar steigen.
Die Auswirkung einer Überalterung der Bevölkerung in Tschechien könnten sich bereits 2012 erheblich auf die öffentlichen Finanzen auswirken, mahnt die OECD.
Nach Berechnungen des tschechischen Amts für Statistik (ÈSU), wird die Zahl der über 65-Jährigen in Tschechien von derzeit 14 Prozent auf knapp ein Drittel der Gesamtbevölkerung im Jahre 2050 ansteigen.
Tschechien Online, 24.4.2008. Foto: ÈTK