Finanzministerium: gestiegene Investitionskosten ein wesentlicher Grund
Prag - Das Defizit im öffentlichen Haushalt der Tschechischen Republik hat sich Ende April im Jahresvergleich nahezu verdoppelt, gab das Finanzministerium (Foto) am Freitag bekannt.
So wies der öffentliche Haushalt Ende April ein Defizit von 28,1 Milliarden Kronen aus. Im vergangenen Jahr betrug das Defizit im öffentlichen Haushalt Ende April, 17 Milliarden Kronen, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg.
Grund für die rasante Ausweitung des Defizits, so das Ministerium, waren in erster Linie gestiegene Investitionskosten im Wert von insgesamt 36 Milliarden Kronen, die mit 20,8 Milliarden Kronen zu einem großen Teil an den staatlichen Verkehrs-Infrastrukturfond (SFDI) gezahlt wurden.
Für 2008 hatte das tschechische Parlament ein Defizit im öffentlichen Haushalt von insgesamt 70,8 Milliarden Kronen gebilligt.
Das öffentliche Defizit für dieses Jahr würde somit 2,98 Prozent des tschechischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachen und so ein wesentliches Stabilitätskriterium für die Einführung des Euros in Tschechien erfüllen.
Tschechien Online, 2.5.2008. Foto: ÈTK