Topolánek schließt baldige ÈEZ-Privatisierung aus

Premier nennt "Mangel an geeigneten Käufern" als Grund für Verkaufsaufschub

Prag - Der staatliche Energiekonzern ÈEZ soll nach Angaben von Ministerpräsident Mirek Topolánek (ODS) auch in absehbarer Zeit nicht vollständig privatisiert werden, meldet die Nachrichtenagentur ÈTK (Prag).

Die Regierung denke nicht an eine Privatisierung des Energiekonzerns, da es an geeigneten Käufern mangle, so Topolánek (im Bild links) am Rande seines eintägigen Aufenthalts in der estnischen Hauptstadt Tallinn.

Der tschechische Premier äußerte in diesem Zusammenhang die Befürchtung, dass - wenn ÈEZ an Spekulanten verkauft werden sollte - das Unternehmen letztlich an den russischen Energiekonzern Gazprom fallen würde.

Neben dem Energiekonzern stehen eine Reihe weiterer staatlicher Unternehmen vor der Privatisierung. So könnte der Betreiber des Flughafens Prag-Ruzynì, Leti¹tì Praha, bereits im kommenden Jahr verkauft werden.

Ebenfalls weit fortgeschritten ist der Privatisierungsprozess bei der staatlichen Fluggesellschaft ÈSA, so Topolánek. Darüber ob die staatlichen Anteile an dem 1953 gegründeten Unternehmen Technoexport verkauft werden, soll in Kürze entschieden werden, fügte der Ministerpräsident hinzu.

Tschechien Online, 6.5.2008. Foto: ÈTK
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