Franz Kafka mochte bayerisches Bier. Wenn der Schriftsteller in München war, ließ er sich nach Erkundungsfahrten durch die Stadt in Bierhallen das Gebräu von Pschorr schmecken. Der Kaffee im «Luitpold» dagegen mundete dem Autor nicht besonders. Er war offenbar die Klasse des Hotels «Bayerischer Hof» gewöhnt, wo er sich eingemietet hatte. Derart private Details aus dem Leben des Schriftstellers förderte in Jahrzehnte währender Akribie der Kafka-Experte Hartmut Binder zutage. Eine Ausstellung im Münchner Literaturhaus zeigt nun Auszüge aus der umfangreichen Fotosammlung Binders und einen Kafka (1883-1924), wie ihn bislang kaum einer kannte.
ddp , 07.05.2008