Rote Trasse C wurde verlängert, neue Stationen vorerst ohne Mobilfunksignal
Prag - Am Donnerstagnachmittag wurden in Prag drei neue Metro-Stationen feierlich in Betrieb genommen. Die Züge der roten Linie C enden nun nicht mehr wie bisher in der Station Ládví, sondern fahren weiter bis zur Station Letòany (Foto).
Am heutigen Freitag wurden die Fahrpläne der Verkehrsbetriebe entsprechend umgestellt und auch der Busverkehr den neuen Gegebenheiten angepasst, meldet die Nachrichtenagentur ÈTK (Prag).
Der Bau der drei neuen Stationen Støí¾kov, Prosek und Letòany hat 15 Milliarden Kronen gekostet. Das Netz der Prager Metro wurde dabei um insgesamt 4,6 Kilomter verlängert und ist jetzt über 59 Kilomer lang. Bei der Linie C handelt es sich um die älteste der drei Metro-Linien, die 1974 in Betrieb genommen wurde.
Ein Manko bleibt, dass die drei neuen Stationen kein Mobilfunksignal empfangen werden kann, weil die Prager Verkehrsbetriebe sich mit den Mobilfunkanbietern nicht über die finanzielle Vergütung dafür einigen konnten.
Die neue Trasse erleichtert und beschleunigt vor allem den Bewohnern der umliegenden Wohnsiedlungen den Weg ins Prager Stadtzentrum und zurück, denn die neue Metro soll vor allem die Fahrt mit den Autobussen und dem Pkw überflüssig machen.
Am Ende der Trasse in Letòany ist ein neuer Verkehrsknotenpunkt entstanden, mit einem großen Park+Ride-Parkplatz, von dem auch die Vorstadt-Buslinien abfahren.
Tschechien Online, 9.5.2008. Foto: ÈTK