National-Coach Hadamczik erklärt nach Niederlage im Viertelfinale gegen Schweden seinen Rücktritt
Québec/Prag - Der Trainer des tschechischen Eishockey-Teams, Alois Hadamczik (Foto), hat am Mittwochabend seinen Rücktritt erklärt, meldet die Nachrichtenagentur ÈTK (Prag).
Hadamczik zog damit die Konsequenz aus der Niederlage seiner Nationalauswahl gegen Schweden.
Das frühzeitige Aus seiner Mannschaft im WM-Viertelfinale in Kanada markiert somit den "Höhepunkt" und zugleich das Ende von Hadamcziks dreijähriger Karriere als Trainer des Nationalteams, die insgesamt ohne große vorzeigbare Erfolge geblieben ist.
Seinen Rückzug vom Posten des Nationaltrainers erklärte Hadamczik in Québek unmittelbar nach der 2:3-Niederlage gegen das schwedische Team in der Verlängerung des Viertelfinales. Die aktuelle Weltmeisterschaft in Kanada ist bereits die zweite WM, von der das tschechische Team unter der Führung Hadamcziks ohne Medaille nach Hause kehren muss.
Hadamcziks dreijährige Negativ-Bilanz
"Das war mein letzter Wettkampf beim Nationalteam", so Hadamczik nach dem verlorenen Spiel gegenüber Journalisten. Die Nationalmannschaft verlässt der seit langem in der Kritik stehende mährische Trainer, dessen zweijähriger Vertrag im Mai endet, ohne größere Erfolge vorweisen zu können.
Immerhin führte Hadamczik die tschechische Nationalmannschaft zwar zur Bronze-Medaille bei den Olympischen Spielen von Turin und zur Silbermedaille bei der Eishockey-WM in Riga 2006. Bei der WM in Moskau im vergangenen Jahr schied das tschechische Team jedoch bereits im Viertelfinale aus - ebenso wie nun in Kanada.
Hadamczik verabschiedet sich somit mit einer Gesamtbilanz von 38 Siegen, drei Unentschieden und 47 Niederlagen. Als erster Trainer des Nationalteams kann er somit nur eine negative Bilanz und kein einziges gewonnenes Turnier vorweisen. Wer der die Nachfolge von Hadamczik als tschechischer Coach antreten wird, ist zurzeit noch völlig unklar
Tschechien Online, 15.5.2008. Foto: ÈTK