Finanzministerium verschiebt Privatisierung von Leti¹tì Praha und ÈSA

Beide Unternehmen sollen in der zweiten Jahreshälfte statt im ersten Quartal 2009 verkauft werden

Prag - Das Finanzministerium rechnet nach eigenen Angaben mit einer verspäteten Privatisierung des Flughafenbetreibers Leti¹tì Praha sowie der staatlichen Fluggesellschaft ÈSA im kommenden Jahr.

So soll der Privatisierungsprozess bei dem Betreiber des Flughafens Prag-Ruzynì erst in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen sein. Der Privatisierungsprozess bei der ÈSA soll nach Einschätzung des Finanzministeriums Ende Juni 2009 abgeschlossen sein.

Wie die Nachrichtenagentur ÈTK (Prag) meldet, war die Privatisierung der beiden Unternehmen für das Ende des ersten Quartals 2009 vorgesehen.

Gegenwärtig sucht das Finanzministerium im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung nach einem geeigneten Unternehmen, das das Ministerium bei der Privatisierung der beiden Unternehmen beraten soll.

Allein der Verkauf der ÈSA soll bis zu fünf Milliarden Kronen in die Staatskassen spülen. Als mögliche Käufer des Unternehmens wird die russische Fluggesellschaft Aeroflot, Air France KLM oder die größte Fluggesellschaft in China, China Southern, gehandelt.

Unterdessen kündigten die Piloten der ÈSA an, bei der Privatisierung ihres Arbeitgebers mitbestimmen zu wollen, um damit mehr Transparenz in den Privatisierungsprozess zu bringen.

Das Finanzministerium kündigte an, die Meinung der Piloten zu einzelnen Bietern zu berücksichtigen, sie bei der Bewertung eines möglichen neuen Eigentümers aber wahrscheinlich nicht teilnehmen zu lassen.

Es wird erwartet, dass der Flughafenbetreiber, wie auch die ÈSA, an einen einzelnen Bieter verkauft wird.

Tschechien Online, 21.5.2008. Foto: ÈTK
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