ÈMKOS kündigt Proteste gegen Arbeitsmarktreformen an

ÈMKOS schließt auch einen Generalstreik nicht aus

Prag - Der tschechische Gewerkschaftsbund (ÈMKOS) plant nach eigenen Angaben massive Proteste gegen die geplanten Änderungen im tschechischen Arbeitsrecht, sollten die Vorschläge der Gewerkschaften nicht in dem Gesetzesentwurf der Regierung berücksichtigt werden.

In diesem Zusammenhang schloss der Gewerkschaftsbund auch einen Generalstreik nicht aus, meldet die Nachrichtenagentur ÈTK (Prag).

Die Gewerkschaften richten ihren Protest gegen die nach ihrer Ansicht nach liberalen Regelungen im Gesetzesentwurf, die zu Lasten der Arbeitnehmer gingen und den Arbeitnehmern keinen ausreichenden Schutz böten.

Über mögliche Streikaktionen will der Gewerkschaftsbund nach einem Treffen der großen Gewerkschaften im Oktober entscheiden. Sollte die Regierung die Vorschläge der Gewerkschaften nicht berücksichtigen, könnten größere Streikaktionen Ende 2008, Anfang 2009 stattfinden, so der Gewerkschaftsbund.

Nach Ansicht des tschechischen Ministers für Arbeit und Soziales, Petr Neèas (ODS), haben die Änderungen im Arbeitsrecht das Ziel, den Arbeitsmarkt flexibler und liberaler zu gestallten. Die Arbeitnehmer in Tschechien werden auch nach den Änderungen im Arbeitsrecht ausreichend geschützt sein, so der Minister.

Im vergangenen Juni organisierten die Gewerkschaften in Tschechien einen einstündigen Warnstreik gegen die Reformen der Regierung. Knapp eine Millionen Menschen nahmen an diesem Warnstreik teil, davon legten 300.000 Menschen die Arbeit für eine Stunde nieder, so der Gewerkschaftsbund.(bl)


Bildhinweis:Das Foto zeigt Straßenbahnen in Pilsen während des einstündigen Warnstreiks am 24. Juni 2008.

Tschechien Online, 5.9.2008. Foto: ÈTK
Suche


Leben und arbeiten in Prag - Offene Stellen bei Accenture
Es geht
TOPlist