EU-Kommission genehmigt Rettungspaket für belgischen Mutterkonzern KBC
Prag - Als erste Bank in Tschechien plant die Tschechoslowakische Handelsbank (ÈSOB) im Zuge der Finanzmarktkrise den Abbau von Arbeitsplätzen.
Wie das Unternehmen bekannt gab, sollen betrifft der Stellenabbau mehrere hundert Mitarbeiter. Über die genaue Zahl der gestrichenen Stellen, mögliche Entlassungen und welche Bereiche innerhalb des Bankenkonzerns der Stellenabbau betrifft, wollten sich Vertreter der Bank nicht äußern.
Der Stellenabbau ist nach Angaben der Bank in Rahmen eines Maßnahmenpakets zur Kosteneinsparung geplant. Es ist der erste Stellenabbau einer tschechischen Bank im Zuge der aktuellen Finanzmarktkrise. Der überwiegende Teil der Banken in Tschechien plant dagegen keine Entlassungen. Neue Arbeitsplätze sollen allerdings auch nicht geschaffen werden, meldet die Nachrichtenagentur ÈTK (Prag).
Die ÈSOB ist Teil des belgischen Banken- und Versicherungskonzerns KBC. Sie ist die größte Bank in Tschechien, gemessen an der Summe der Vermögenswerte in Höhe von 909, 8 Milliarden Kronen. Insgesamt beschäftigt die ÈSOB in Tschechien und in der Slowakei über 10.000 Angestellte.
Wie angespannt die Lage bei dem belgischen Mutterkonzern KBC ist, zeigt die jüngste Entscheidung der Europäischen Kommission, die am Donnerstag ein Rettungspaket der belgischen Regierung für die KBC in Höhe von 3,5 Milliarden Euro genehmigte. (bl)
Tschechien Online, 22.12.2008. Foto: ÈTK