RWE-Gruppe in Tschechien meldet Umsatzplus

Absatz im Ausland gestiegen, aber weniger Nachfrage in Tschechien

Prag - Die Umsätze der RWE-Gruppe in Tschechien sind im vergangenen Geschäftsjahr um 32 Prozent auf 125 Milliarden Kronen (etwa 4,6 Milliarden Eiuro) gestiegen. Gleichzeitig sank ihr Reingewinn um acht Prozent auf insgesamt 14,8 Milliarden Kronen.

Bei RWE-Trangas gingen die Gewinne sogar um rund 22 Prozent auf zehn Milliarden Kronen zurück, wie der Online-Dienst der Tageszeitung Právo (Prag) unter Berufung auf das Unternehmen berichtet.

Hauptursache für diese Entwicklung sei die gesunkene Nachfrage nach Gas infolge des wärmeren Wetters. Für das Umsatzplus sei der gestiegene Absatz im Ausland verantwortlich.

Dass die Gruppe insgesamt weniger Gewinn ausweist, hänge mit "einmaligen buchhalterischen Operationen" zusammen, so der Bericht.

Die RWE-Gruppe ist in Tschechien mit einer Vielzahl von Tochteruntenehmen, rund 2,3 Millionen Kunden und fast 5000 Mitarbeitern der größte Gas-Anbieter. Nach der Liberalisierung des heimischen Gasmarktes ist ihr Anteil an Endkunden zwar von 72 auf zurzeit 69 Prozent gesunken. Insgesamt habe sich die Stellung des Unternehmens jedoch stabilisiert, zitiert Právo Martin Herrman, den Vorstandsvorsitzenden von RWE Transgas. (gp)

Tschechien Online, 21.4.2009. Foto: RWE
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