Betroffen sind rund 35 Arbeitsplätze in Kutná Hora und Znojmo
Prag - Der Heineken-Konzern will zwei seiner Brauereien in Tschechien schließen. Betroffen seien Betriebe in Kutná Hora (Mittelböhmen) und Znojmo (Südmähren), teilte das Unternehmen am Montag mit.
Im Zusammenhang der Maßnahme rechne man mit der Entlassung von etwa 35 Angestellten.
Der niederländische Heineken-Konzern ist die drittgrößte Brauereigruppe der Welt. Zu seinen tschechischen Marken gehören unter anderem Starobrno, Daèický und Hostan.
Die Entscheidung zur Schließung der beiden Produktionsstätten fiel auf Grundlage einer Studie, die der Konzern durchführen ließ. Dabei wurden die gegenwärtigen Kapazitäten der Brauereien sowie deren Potenzial im Falle weiterer Investitionen in die Erweiterung beurteilt. Mit Hinblick auf "Kosten, Effektivität und Sicherheit" könne der Betrieb in den betroffenen Brauereien "nicht aufrecht erhalten werden", erklärte Lieven van der Borght, Generaldirektor von Heineken in Tschechien.
Das Unternehmen hat angekündigt, allen von der Entlassung betroffenen Mitarbeitern Abfindungen auszuzahlen. Die Produktion werde in die Brauerei Starobrno nach Brünn (Südmähren) verlagert.
Über die Einschränkung und möglicherweise Stilllegung der Produktion in Znojmo hatte es bereits seit längerer Zeit Spekulationen gegeben. Problematisch war dabei die Lage der Brauerei in unmittelbarer Nähe des historischen Zentrums mit seinen denkmalgeschützten Gebäuden. (gp)
Tschechien Online, 15.6.2009