"Zug der Freiheit" nimmt Fahrt auf

Fahrplan und zahlreiche Programmdetails für den 1.10.2009 bekannt

Dresden - Als im Oktober 1989 die Züge mit den Botschaftsflüchtlingen aus Prag gen Westen fuhren regte sich auch innerhalb der DDR erster sichtbarer Widerstand. Demonstrationen an den Bahnhöfen verursachten eine deutliche Instabilisierung des bis dato betonierten Systems.

Am 1. Oktober 2009 wird sich erneut ein Zug mit historischen Waggons jener Tage von Prag nach Hof in Bewegung setzen, an Bord Künstler, Zeitzeugen und Jugendliche aus Europa. Begleitet werden sie vom sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich, dem Tschechischen Generalkonsul Tomas Podivinski und zahlreichen Oberbürgermeistern der Städte entlang der Strecke. Im Gegensatz zu 1989 hält der Zug in Dresden, Freiberg, Chemnitz und Plauen und steht den Bürgern zur Besichtigung und Gesprächen offen. Eine Mitfahrt wird jedoch erneut nicht möglich sein, Interessierten stehen noch limitierte Sponsorentickets zur Verfügung. (Informationen dazu: www.kulturaktiv.org)

Das umfangreiche Programm wird federführend vom Dresdner Verein Kultur Aktiv organisiert, dessen Projektleiter Mirko Sennewald: "Es ist uns wichtig, die Ereignisse von 1989 vor allem jungen Menschen begreiflich zu machen, deshalb setzen wir auf Kunst und Kultur als Vermittlungsinstrument". Er selbst floh 1989 als 15-Jähriger vor dem massiven Polizeieinsatz am Freiberger Bahnhof.

Unterdessen sind 25 Jugendliche aus sieben europäischen Ländern in Dresden eingetroffen und bereiten ihre Präsentation der Wendezeiten vor. Darunter Vertreter aus Tschechien, Polen, Weissrussland, Armenien, Aserbaidschan und Georgien. "Hierzulande weitgehend vergessen setzte der damalige sowjetische Machthaber Gorbatschow bereits im April 1989 Giftgas gegen die für Unabhängigkeit demonstrierenden Georgier ein, 19 Menschen starben, vor allem Frauen", so Sennewald. Ebenso soll die leidvolle Geschichte des polnischen und tschechischen Widerstandes gezeigt werden. "Und was aktuell mit Weissrussland passieren wird, ist weiter unklar, ich unterstütze die oppositionellen Kräfte weiterhin, trotz meines erneuten Einreiseverbots", bekräftigt Sennewald.

Bereits heute wird (16:30 Uhr) im Freiberger Rathaus die Ausstellung "Die Botschaftsflüchtlinge auf ihrer Fahrt von Prag nach Hof" von OB Bernd-Erwin Schramm und dem Leiter der BStU-Außenstelle Konrad Felber eröffnet. Selbige Ausstellung der BStU ist ebenfalls Bestandteil des Zugprogramms und in den anderen Städten zu sehen.

F.d.R.d.A.
Mirko Sennewald

Wichtige Hinweise für Journalisten:

1. Programmdetails, Fahrplan und frei verwendbare Fotos stehen auf
unserer Website zum Download bereit: www.kulturaktiv.org Diese Daten
werden ständig aktualisiert!!!

2. Eine Mitfahrt für Journalisten ist AUSSCHLIESSLICH mit vorheriger
Akkreditierung möglich. Formulare ebd., für TV und Fotojournalisten
gelten limitierte Regelungen (!!!), ebd. *Anmeldefrist beachten*

3. Vorabinterviews mit den bereits anwesenden Jugendlichen aus
Mittel- & Osteuropa sind ab sofort möglich

4. Aufgrund der großen Nachfrage zum Verständnis: wir gestalten
KEINEN neuerlichen Flüchtlingszug! Daher sind nur einige wenige
Zeitzeugen an Bord, vielmehr stehen bei uns die Künstler und die
jungen Menschen im Mittelpunkt also: "Generation '89"!


KULTUR AKTIV e.V.
Mirko Sennewald
- 2. Vorsitzender -
Mail/Post: Louisenstr. 29, D - 01099 Dresden
Visitors/Besucher: Bautzner Str. 49, D - 01099 Dresden
(open mon-fri 9:00 - 19:00)
tel: +49-(0)-351-811 37 55
mobi: +49-(0)-177-802 75 95
Fax: +49-(0)-351-811 37 54
mail: mirko.sennewald@kulturaktiv.org
skype: kulturaktiv-mobil
www.kulturaktiv.org

Pressemitteilung von Kulturaktiv, 23.9.2009


Café Slavia, NárodníNordböhmisches Museum, LiberecOREA Vital Hotel Skláø****, Harrachov
Prags bekanntestes Kaffeehaus gegenüber dem Nationaltheater. Jiøí Koláø hat hier Gedichte geschrieben, Jiøí Grossmann Erzählungen, Jaroslav Seifert wiederum Gedichte, Václav Havel schöpft hier bis heute Energie und Kraft.
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Das Nordböhmische Museum in Liberec wurde im Jahr 1873 gegründet und hatte zunächst kunstgewerblichen Charakter. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das ursprüngliche Programm des Museums zudem um heimatkundliche Aspekte erweitert.
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