Menschenrechtsaktivist Pape kritisiert tschechische Regierung

Vorfälle wie in Lety könnten sich auch in Theresienstadt oder Lidice wiederholen

Prag - Der Menschenrechtsaktivist Markus Pape (Foto) hat sich nach dem Vorfall vom Wochenende im südböhmischen Lety kritisch über die tschechische Regierung geäußert.

„Es ist schon sonderbar, dass die Regierung bislang noch nicht gesetzlich festgelegt hat, was auf einem ehemaligen Gelände nazistischer Verfolgung gemacht werden darf und was nicht. Ich fürchte, dass das, was am Samstag in Lety passiert ist, sich jederzeit in Terezín oder Lidice wiederholen könnte“, zitiert die Tageszeitung Lidové noviny (Prag) den Roma-Aktivisten.

Am Samstag hatte die rechtsextremistische Nationalpartei (NS) auf dem Gelände des ehemaligen Roma-Konzentrationslagers eine Kundgebung veranstaltet. Pape war wegen Störung der Veranstaltung von der Polizei vorübergehend festgenommen worden. Die NS-Kundgebung bezeichnete Pape als „eindeutige Wahlkampfveranstaltung“.


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