Trennungsrate weit geringer als bei klassischen heterosexuellen Ehen
Prag - Dreieinhalb Jahre seit Inkrafttreten des Gesetzes zur eingetragenen Partnerschaft haben sich in Tschechien bereits mehr als 900 gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort gegeben.
Das berichtete die in Prag erscheinende Tageszeitung Právo am Dienstag.
Landesweit betrug die Zahl der registrierten Partnerschaften zum Jahresende 917, wobei die männlichen Paare rund zwei Drittel ausmachen. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle handelte es sich um langfristige Beziehungen.
Die meisten Verpartnerungen gibt es in Prag, wo ihre Zahl im vergangenen Jahr um 68 anstieg. An zweiter Stelle folgte der Kreis Mittelböhmen und knapp dahinter der Südmährische Kreis (22). Im Kreis Pardubice kam es 2009 dagegen zu gar keiner neuen Verpartnerung.
In den dreieinhalb Jahren seit Einführung der so genannten "Homo-Ehe" haben sich in Tschechien nur 34 Paare wieder offiziell getrennt, davon die Hälfte Frauen. Dagegen ist die Scheidungsrate bei klassischen heterosexuellen Ehen in Tschechien eine der höchsten in Europa. (gp)
Tschechien Online, 12.1.2010. Foto: Gay.initiativa.cz