Insgesamt 14.000 Stellen abgebaut - Gehälter steigen weiter
Prag - In Tschechien ist die Zahl der Beschäftigten in der Automobilindustrie im vergangenen Jahr um 14.000 auf insgesamt 111.450 gesunken. Das teilte der Industrieverband (SAP) am Dienstag in Prag mit.
Gleichzeitig stieg das monatliche Durchschnittsgehalt in der Branche um 0,7 Prozent auf rund 26.000 Kronen (etwa 1.000 Euro).
Zum Stellenabbau kam es vor allem in den ersten beiden Quartalen, erklärte der SAP-Vorsitzende Antonín ©ípka, als landesweit etwa 13.000 Beschäftige entlassen wurden. Im zweiten Halbjahr verließen dagegen nur noch 700 Festangestellte ihre Arbeit.
SAP-Präsident Martin Jahn bemerkte mit Hinblick auf die Entwicklung, dass sich die in einigen europäischen Ländern getroffenen staatlichen Maßnahmen im zweiten Halbjahr stabiliserend auf die Beschäftigungslage in der tschechischen Automobilindustrie ausgewirkt hätten.
Die Ausgangslage der Branche sei im neuen Jahr zwar "relativ gut", so Jahn. Dennoch sei damit zu rechnen, dass auch 2010 für die Autobauer ein schwieriges Jahr wird, da die Belebung auf den Weltzmärkten "nur allmählich" einsetze.
Trotz der Wirtschaftskrise erlebte die Kfz-Produktion in Tschechien vergangenes Jahr einen Boom und stieg um 2,85 Prozent. Insgesamt wurde fast eine Million (970.410) Neuwagen gebaut, so viel wie noch in keinem Jahr zuvor. (gp)
Tschechien Online, 23.2.2010