Nur kleinere Brauereien von Krise unbetroffen
Prag - Nach jahrelangem Wachstum hat der tschechische Biermarkt 2009 erstmals eine Flaute erlebt. Sinkende Anbsatzzahlen melden alle großen Brauereien des Landes, wie die Wirtschaftszeitung Hospodáøské noviny (Prag) in ihrer heutigen Ausgabe berichtet.
Die Verluste betreffen dabei sowohl den Verkauf im Inland als auch den Export.
Beim Marktführer Prazdroj (Pilsner Urquell) sank die Produktion auf 8,34 Millionen Hektoliter, wobei in Tschechien der Absatz um 4,4 Prozent und der Export um mehr als zehn Prozent zurückging.
Die Staropramen-Gruppe verbuchte einen Produktionsrückgang um sieben Prozent auf insgesamt drei Millionen Hektoliter. Der Export sank gegenüber 2008 um elf Prozent. Dies entspricht in etwa dem geschätzten Exportrückgang der Branche im vergangenen Jahr. Im Inland schrumpfte der Verkauf von Staropramen und der zur Gruppe gehörenden Marken (Stella Artois, Braník, Ostravar u.a.) um rund sechs Prozent.
Staropramen war vergangenes Jahr noch Teil des Inbev-Konzerns, der größten Brauereiengruppe der Welt. Im Dezember wurde das Unternehmen von der internationalen Investmentgesellschaft CVC Capital Partners gekauft, ebenso wie eine Reihe weiterer Brauereien in Ostmitteleuropa.
Unbetroffen vom Abwärtstrend auf dem tschechischen Biermarkt waren 2009 vor allem kleinere und mittlere Brauereien. Einige Unternehmen, vor allem Svijany und Bernard, erlebten sogar ein deutliches Wachstum. (gp)
Tschechien Online, 18.3.2010