"Begegnung mit Böhmen" feiert 20-jähriges Bestehen
Regensburg/Prag - Als der Eiserne Vorhang fiel, entdeckte Europa die Reisefreiheit neu. Von der Öffnung profitierten nicht nur die Menschen im ehemaligen "Ostblock". Auch für die Westeuropäer tat sich eine Region auf, die für die meisten von ihnen eine terra incognita gewesen war.
Bei der Osterweiterung des Blickfelds hilft "Begegnung mit Böhmen", ein auf Kultur- und Aktivreisen spezialisiertes Reiseunternehmen in Regensburg (Bayern).
Seit 20 Jahren bietet der Kulturwissenschaftler Dr. Erwin Aschenbrenner Reisen in den Osten an. Sein Unternehmen entstand 1990 aus einem Projekt des Evangelischen Bildungswerkes Regensburg, mit dem von Anfang der Grenzöffnung an sanfter Tourismus in das Nachbarland ins Rollen gebracht werden sollte: Beispielsweise mit Radreisen entlang der Moldau, von der Lausitz ins Böhmische Paradies, mit Wandertouren durch das Isergebirge oder mit naturnahen Fahrten für (Groß-) Eltern und Kinder in den Böhmerwald.
Diese Reisen gibt es immer noch. Aber viele Begegnungen gehen inzwischen weiter in den Osten und packen intensiv Kulturthemen an. Literarische Reisen etwa, von Masuren nach Danzig oder durch den slowenischen Karst bei Triest, Kulturwanderungen durch die schlesischen Beskiden oder von der Hohen Tatra durch die Zips. In jüngerer Zeit kamen als Ziele Plovdiv, Sofia und die an orthodoxen Klöstern reichen bulgarischen Gebirge hinzu.
Das Programm der Regensburger wurden vielfach ausgezeichnet, sowohl in der Reisebranche, als auch von Öko- und Kulturinstitutionen. Markenzeichen der Reisen sind landesnahe Unterkünfte, Fortbewegung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und kleine Reisegruppen von zehn bis 18 Personen. Vor allem aber sind immer kenntnisreiche, unterhaltsame Begleiter dabei, die mit Leidenschaft den Blick auf Details auch abseits der touristischen Sehenswürdigkeiten lenken.
Tschechien Online, 7.5.2010. Foto: Begegnung mit Böhmen