Mindestens drei Tote bei Überschwemmungen im Norden Tschechiens
Prag - Der tschechische Staatspräsident Václav Klaus hat am Sonntag die Überschwemmungsgebiete im Norden des Landes besucht. In Chrastava und Hradek nad Nisou sprach er mit Betroffenen sowie Lokalpolitikern und Vertretern der Hilfskräfte.
Es sei die Pflicht aller Bürger, den Hochwasseropfern zu helfen, sagte Klaus im tschechischen Fernsehen ÈT 24.
Als vorrangig bezeichnete der Präsident die rasche Instandsetzung der Verkehrsinfrastruktur einschließlich Brücken und Straßen. Dies hatte zuvor bereits Innenminister Radek John (VV) bei seinem Besuch im Notstandsgebiet geäußert.
Nach tagelangem Regen war es in mehreren Teilen Nord- und Ostböhmens am Samstag zu plötzlichen Überschwemmungen gekommen, so genanntem Blitzhochwasser. Bei der seit Ende der 50er Jahre schlimmsten Flutkatastrophe in der Region kamen am Wochenende drei Menschen ums Leben. Manche Quellen sprechen sogar von fünf Todesopfern. Die Sachschäden im Kreis Liberec könnten mehr als eine Milliarde Kronen betragen.
Am Sonntagabend hatte sich die Lage in Nordböhmen entspannt, die Pegel der Flüsse sanken. In den Betroffenen Gebieten nahmen Bewohner und Hilfskräfte unmittelbar die Räumarbeiten auf. Nach Berichten tschechischer Medien bietet sich nach dem zurückgehenden Hochwasser vielerorts ein Bild der Verwüstung. (gp)
Tschechien Online, 8.8.2010. Foto: Tschechisches Fernsehen