Deutschland und Tschechien wollen keinen neuen Streit über die Vertreibungen der Nachkriegszeit. Beide Länder müssten in ihren Beziehungen nach vorne blicken, bekräftigten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der neue tschechische Ministerpräsident Petr Necas gestern im Kanzleramt. Auch der geplante Besuch von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in Prag solle zu keinem neuen Streit führen, betonten beide. Necas steht seit wenigen Wochen an der Spitze einer Mitte-Rechts-Regierung in Prag und kam zum Antrittsbesuch nach Berlin.
Berliner Morgenpost, 20.08.2010