News

Nachrichten

prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Panorama | 19. März 2017, 19:59 Uhr
Seelenmesse hält Kardinal Dominik Duka im Prager Veitsdom

Prag - Die Trauerfeier für den verstorbenen emeritierten Kardinal Miloslav Vlk findet am kommenden Samstag, den 25. März um 11 Uhr im Prager Veitsdom statt. 

Das berichtet heute das öffentlich-rechtliche Tschechische Fernsehen unter Berufung auf entsprechende Informationen des Sprechers des Prager Erzbistums Stanislav Zeman. Kardinal Vlk war am gestrigen Samstag im Alter von 84 Jahren an einer schweren Krebserkrankung gestorben.

Vlks Leichnam wird am Donnerstag und Freitag aufgebahrt, allerdings ist noch nicht klar, ob dies im Veitsdom oder an einem anderen Ort, geschehen wird. In Frage käme dafür auch das Gebäude des Prager Erzbistums, so Zemen. Die Frage solle mit der Kanzlei des Staatspräsidenten am Montag geklärt werden.  

Die Seelenmesse am Samstag wird Kardinal Dominik Duka zelebrieren. Die sterblichen Überreste des verstorbenen Kardinals finden ihre letzte Ruhestätte dann in der erzbischöflichen Kapelle des Veitsdoms. 

Der Sprecher des Erzbistums erwartet, dass zur Beisetzung etliche Kardinäle und Bischöfe aus dem Ausland anreisen werden. (nk)

Themen: Miloslav Vlk, Katholische Kirche
Rubrik: Gastronomie | 19. März 2017, 10:57 Uhr
Vegan in Prag: Veganes Restaurant in modernem Ambiente in Vinohrady

Prag - Für Fans der veganen und "rohen" Küche ist das PURO die perfekte Anlaufstelle. Zu moderaten Preisen offeriert das kleine Café in frischem Ambiente vegane Warmspeisen, Beilagen sowie eine große Auswahl an Desserts.

Von der Metro-Station Náměstí Míru nur wenige Gehminuten entfernt, ist das Restaurant schnell und einfach vom Zentrum aus zu erreichen. Das Interieur ist konzeptgetreu in frischem Grün gehalten, während aus den Lautsprechern leise entspannte Musik dahin plätschert.

Die Bestellungen werden am Tresen aufgegeben und in der Regel im Voraus bezahlt. Das aktuelle Tagesmenü wird auf der Website des PURO veröffentlicht (Tschechisch/Englisch). Allergene sind entsprechend gekennzeichnet. Als Tagesgerichte stehen jeweils eine Suppe (je 40 Kronen) und ein Special (je 125 Kronen) zur Auswahl. Ein wöchentliches Angebot offeriert zudem eine Variation verschiedener Salate und Süßspeisen, sowie Bagels und Wraps. Für Schleckermäuler bietet eine Auslage am Tresen zudem eine köstliche Auswahl an Torten und Desserts. Ab 15.00 Uhr sind desweiteren täglich vegane Burger im Angebot.

Da das PURO besonders um die Mittagszeit gut besucht ist, kann es sein, dass man ein paar Minuten auf einen freien Tisch warten muss. Ansonsten bietet das Café alle Speisen und Getränke auch als Takeaway an.

Die Speisen selbst sind exzellent und trotz der angenehmen Preise von hervorragender Qualität. Die Suppen, wie etwa eine deftige Minestrone oder eine Erbsensuppe mit Kresse, sind sehr sättigend und funktionieren gut und gerne auch als Hauptgericht. Die Specials sind ebenfalls international gehalten und bieten neben schmackhaften Risottos und Currys sogar ausgefallenere Variationen. Dazu gibt es frische Säfte, Kaffe, Tee sowie heiße Schokolade. Tafelwasser ist kostenlos in Selbstbedienung an der Theke erhältlich.

Eine Auswahl veganer Alternativprodukte, Schokoladen und Gefrierkost ist im Café außerdem zum direkten Verkauf erhältlich. (carc)

Bildnachweis:
Facebook | PURO
Themen: vegetrarisch, vegan
Rubrik: Kultur, Theater, Oper, Tanz | 19. März 2017, 09:55 Uhr
Prager Symphoniker im Gemeindehaus am Gründonnerstag mit Dvořáks Vertonung des Stabat Mater
Stabat Mater

Prag - Am 13. April ab 19.30 Uhr erklingt im Gemeindehaus in Prag Antonín Dvořáks Vertonung des mittelalterlichen Gedichtes "Stabat mater".

Das Gedicht hat ein österliches biblisches Thema zum Inhalt, nämlich den Schmerz der Mutter Jesu um ihren gekreuzigten Sohn. Unklar, wer der ursprüngliche Verfasser ist, war es Antonín Dvořák, der sich der Vertonung des Gedichtes annahm. 

Er selbst verarbeitet darin den tragischen Tod seiner drei kleinen Kinder, die alle innerhalb von drei Jahren verstarben und ihn und seine Frau kinderlos zurückließen: Am 19. Dezember 1875 starb Dvořáks Tochter Josefa zwei Tage nach der Geburt. Im August 1877 starben innerhalb weniger Tage seine elf Monate alte Tochter Ružena an einer Vergiftung und sein dreijähriger Sohn Otakar an Pocken. 

In Stabat Mater gelingt es dem Komponisten, seinem eigenen Schmerz und dem der Mutter Jesu mithilfe von Chor und Orchester auf beeindruckende Art und Weise Ausdruck zu verleihen. Die Uraufführung fand am 23. Dezember 1880 in Prag statt.

Neben den neun Sinfonien, darunter am bekanntesten die Sinfonie Nr. 9 Aus der Neuen Welt, dem Requiem oder seinen sechzehn Slawischen Tänzen, zählt Stabat Mater zweifelsohne zu Dvořáks Hauptwerken. 

​Mit seinen über 1.200 Sitzplätzen werden der imposante Smetana-Konzertsaal, der Prager Philharmonische Chor und die Prager Symphoniker dafür sorgen, dass der Gründonnerstag 2017 im Gemeindehaus u einem unvergesslichen Abend wird. (thst/nk)

Themen: Ostern, Konzerte, Osterkonzerte
Rubrik: Panorama, Gesellschaft | 18. März 2017, 17:31 Uhr

Er führte die katholische Kirche in Tschechien weitherzig, mutig, manchmal auch hartnäckig, aber immer voller Inspiration, mit dem Blick weit über sein eigenes Land hinaus und immer auch kritisch gegenüber neuer Kleingeisterei und Engstirnigkeit.

Der hochgeschätzte Prager Alterzbischof Kardinal Miloslav Vlk ist am Samstag, 18. März, seiner Kreberkrankung erlegen und hat sein Leben in die Hände allmächtigen Gottes zurückgegeben. Viele Menschen in Prag und in der ganzen Republik Tschechien trauern  – nicht nur innerhalb der katholischen Kirche, sondern auch außerhalb, darunter zahlreiche Persönlichkeiten des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens.

Kardinal Vlk, der im Kommunismus einige Jahre - obwohl Priester - als Fensterputzer arbeiten musste, führte die katholische Kirche Tschechiens auf ihrer ersten wichtigen Etappe nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, und er führte sie gut, nämlich weitherzig, mutig, manchmal auch hartnäckig, aber immer voller Inspiration, mit dem Blick weit über sein eigenes Land hinaus und immer auch kritisch gegenüber neuer Kleingeisterei und Engstirnigkeit.

In seinem letzten Interview, welches die tschechische Wochenzeitung "Katolický tydenik" in ihrer aktuellen Ausgabe veröffentlichte, sagte er über seine Erfahrungen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, dass die Realität damals alle Erwartungen übertraf. Der Kardinal wörtlich und mit dankbarem Unterton: "Eine so große Freiheit für die Kirche haben wir uns nicht vorgestellt und auch nicht erwartet."

Der Kardinal war auch ein Kämpfer für die Rechte der katholischen Kirche in der postkommunistischen Zeit. Er setze sich aber auch bis zuletzt für Menschenwürde und Offenherzigkeit ein, besonders im Hinblick auf die Phänomene Migration und Flucht, mit denen die europäische Gesellschaft seit einigen Jahren in neuer Weise konfrontiert ist. Dabei erhob er bis vor wenigen Wochen immer wieder auch öffentlich wahrnehmbar seine Stimme.

Mehrere Jahre hindurch war Kardinal Vlk Vorsitzender des Rates der europäischen Bischofskonferenzen. Die Päpste schätzten ihn, angefangen von Papst Johannes Paul II. über Benedikt XVI. – beide durfte er in Prag empfangen – bis zu Franziskus. Letzerer hat ihm noch wenige Wochen vor seinem Tod in einem persönlichen Telefongespräch Trost in der schweren Krankheit zugesprochen.

Unsere Deutschsprachige Katholische Pfarrei ist Kardinal Vlk zu großem Dank verpflichtet. Als Erzbischof von Prag unterstütze er unsere Gemeinde seit der Gründung Anfang der 1990er Jahre. Ende der 1990er Jahre überließ er der Gemeinde dann auch die schöne barocke Kirche St. Johannes Nepomuk am Felsen in der Prager Neustadt. Der Kardinal war auch mehrere Male in unserer Kirche zu Gast, zuletzt im Jahre 2013.

Außerdem war er im Mai 2014 Referent bei dem von unserer Gemeinde und der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde angebotenen Glaubensseminar. Damals sprach er, wie so oft, über „Gott, der uns nahe ist“. Man spürte, wenn er immer wieder über den nahen Gott sprach, dass dies tief aus seinem Herzen kam. Jetzt darf Kardinal Vlk diesen nahen Gott in neuer Weise erfahren, er darf ihn berühren. Kardinal Vlk war ein großes Geschenk Gottes an die katholische Kirche in Tschechien und in Europa.

P. Martin Leitgöb
Pfarradministrator der Deutschsprachigen Katholischen Pfarrei Prag

prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Panorama, Leute | 18. März 2017, 14:27 Uhr
84-Jähriger starb nach langer schwerer Krankheit heute in Prag

Prag - Im Alter von 84 Jahren erlag der emeritierte Prager Erzbischof Kardinal Miloslav Vlk heute einem Krebsleiden. 

Über den Tod des Kirchenmannes informierte der Prager Erzbischof Dominik Duka per Twitter. 

Die Krebserkrankung war bei Vlk im Frühjahr vergangenen Jahres diagnostiziert worden, Ende 2016 hatte sich der Gesundheitzustand von Miloslav Vlk deutlich verschlechtert. 

In den letzten Monaten war Vlk wegen fortschreitendem Lungenkrebs mit Metastasen in einem Prager Krankenhaus in Behandlung, berichtet die tschechische Nachrichtenagentur ČTK (Prag). 

"Mit Trauer im Herzen bete ich für die Seele des verstorbenen Kardinals Vlk", twitterte Dominik Duka heute.

Tschechische Regierungspolitiker würdigten unterdessen in ersten Stellungnahmen das Leben und Wirken von Miloslav Vlk.

So schrieb der tschechische Regierungschef Bohuslav Sobotka (ČSSD), ebenfalls auf Twitter: "Ein respektierter Mensch ist von uns gegangen, der sich nicht fürchtete, sich gemäß seinem Gewissen zu verhalten." 

Dank "Normalisierung" Fensterputzer

Vlk wurde am 17. Mai 1932 im südböhmischen Líšnice bei Milevsko geboren.  Nach der Machtübernahme der Kommunisten  in der Tschechoslowakei im Februar 1948 war es Miloslav Vlk nicht möglich, seinem Wunsch entsprechend katholische Theologie zu studieren, um Priester zu werden. Er arbeitete daher zunächst als Arbeiter in einer Fabrik in Budweis. 

Nach dem Wehrdienst und im Zuge des politischen Tauwetters studierte er an der Karls-Universität Prag Archivkunde und wurde 1968 zum Priester geweiht. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings war er in den 70er Jahren während der "Normalisierung" zunächst in kleineren Pfarreien im Böhmerwald und in Rožmitál pod Třemšínem in Mittelböhmen als Priester tätig.

Nach zehn Jahren wurde ihm aber die damals notwendige staatliche Zustimmung zur Ausübung des Priesteramtes entzogen. Vlk übte seine Priestertätigkeit daraufhin im Geheimen nur für kleine Gruppen von Gläubigen aus. Obwohl er eine akademische Ausbildung als Historiker, Archivar und Theologe hatte, war er in der Zeit aus politischen Gründen gezwungen, sich seinen Lebensunterhalt als Fensterputzer zu verdienen. 

Anfang der 90er Jahre, nach der Samtenen Revolution in der Tschechoslowakei, wurde er zum Bischof von Budweis ernannt. Im Frühjahr 1991 nach dem Rücktritt von František Tomášek wurde das Oberhaupt der tschechischen Katholiken. Seit Oktober 1994 war er Kardinal. Das Amt des Prager Erzbischofs trat er am 1. Juni 1991 an, seinen Rücktritt nahm Papst Benedikt XVI. im Februar 2010 entgegen, Vlks Nachfolger und 36. Prager Erzbischof wurde Dominik Duka. (nk)

Themen: Miloslav Vlk, Katholische Kirche, Dominik Duka, Todesfälle
Rubrik: Musik | 16. März 2017, 21:01 Uhr
Die britische Band tritt in der Incheba Arena auf

Prag - Die vierköpfige Indie-Rock-Band um Leadsänger Luke Pritchard stammt aus Brighton in England, wo sie im Jahr 2004 von vier Studenten gegründet worden war.

Vorerst coverten sie nur Lieder ihrer Idole, merkten aber ziemlich schnell, dass ihnen dies nicht ausreichte. Bereits drei Monate nach ihrer Gründung fanden die Musiker dann auch schon einen Manager, welcher sie auf Tour schickte. Ihre Erfolgsgeschichte begann mit dem Album "Inside In/Inside Out".

Bislang sind vier Alben von ihnen erschienen, das letzte 2014 unter dem Titel "Listen". Bei ihrem Auftritt im Mai werden The Kooks zwar kein neues Album vorstellen, sondern ihre beliebtesten Songs für die tschechischen Fans performen. Doch ein paar neue Titel werden wohl trotzdem darunter sein. Die Fangemeinde darf gespannt sein. (elst)

Bildnachweis:
Virtual-tickets.cz
Themen: Konzerte, Ticketvorverkauf
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Kultur | 15. März 2017, 22:10 Uhr
24. Jahrgang des Filmfestivals startet am 23. März

Prag - Einer der Stargäste des diesjährigen Febiofests ist der serbische Regisseur Emir Kusturica (Foto) ein. In Prag wird er seinen Film "Auf der Milchstraße" mit Monica Bellucci vorstellen, für den er das Drehbuch geschrieben hat und in dem er die männliche Hauptrolle verkörpert.  

Auf einer Pressekonferenz teilte das heute die Programmdirektorin des Festivals, Anna Kopecká, mit. 

Kusturica ist dabei in Prag kein Fremder, denn er gehört zu den bekanntesten Absolventen der Prager Filmhochschule FAMU. 

Zu weiteren prominenten Gästen gehört der in Prag geborene Kameramann Peter Zeitlinger. Der vielseitige Filmemacher widmet sich auch der Regie, Schnitt und dem Schreiben von Drehbüchern. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er 2007 durch den Oscar-nominierten Film "Begegnungen am Ende der Welt", der in der Antarktis im Zwei-Mann-Team mit Werner Herzog gedreht wurde.

Auch bei dem neuesten Werner-Herzog-Film "Salt and Fire" arbeitete Zeitlinger als Kameramann mit. Der Thriller, bei dem Werner Herzog sowohl Regie führte als auch das Drehbuch schrieb, wird ebenfalls im Rahmen des Festivals erstmals in Prag gezeigt. (nk)

Bildnachweis:
Wikimedia Commons / Autor: Medija centar Beograd
Themen: Febiofest, Filmfestivals, Emir Kusturica
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Wirtschaft | 10. März 2017, 20:27 Uhr
Im vierten Quartal schlug vor allem der Lohnanstieg im öffentlichen Dienst zu Buche

Prag - Der durchschnittliche Bruttomonatslohn in Tschechien ist im vierten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf 29.320 Kronen gestiegen (etwa 1.089 Euro).

Der reale inflationsbereinigte Lohnzuwachs betrug jedoch nur 2,8 Prozent, teilte heute das Tschechische Statistikamt (ČSÚ) mit.

Im gesamten Jahr 2016 stieg demnach der Durchschnittslohn ebenfalls um 4,2 Prozent auf 27.589 Kronen, der Reallohnanstieg betrug dabei 3,5 Prozent.

Der Medianlohn, also der mittlere Lohn, von dem aus die Zahl der Personen mit niedrigeren Lohn genauso groß ist wie die der Personen mit höheren Einkommen, stieg im letzten Quartal des vergangenen Jahres um sechs Prozent auf 25.061 Kronen. Vier Fünftel der Beschäftigten erhielten nach den Daten der Statistikbehörde einen Lohn zwischen 11.657 und 47.545 Kronen.

Der deutliche statistische Lohnanstieg ist dabei vor allem auf einen starken Zuwachs der Durchschnittslöhne im öffentlichen Dienst zu verdanken. Dort betrug der Zuwachs 6,1 Prozent, inflationsbereinigt 4,6 Prozent. Im Privatsektor stiegen die Löhne nominal nur um 3,7 und real um 2,3 Prozent. 

Der Anstieg des Durchschnittslohns im vergangenen Jahr war der stärkste in den vergangenen acht Jahren, inflationsbereinigt sogar der stärkste seit neun Jahren. (nk)

Themen: Löhne und Gehälter, Durchschnittslohn
Rubrik: Kultur | 10. März 2017, 11:34 Uhr

Prag - Tricks und Spezialeffekte gehören zum Film, seit es ihn gibt. Dass Weltraum- und Fantasy-Streifen ohne raffinerte Tricktechnik nicht auskommen, dürfte jedem Kinobesucher klar sein. 

Wie weit die Kunst der Illusion heute jedoch auch bei scheinbaren Alltagsszenen gediehen ist, zeigt das vorliegende Video des Prager Post-Production-Studios MagicLab. Hauptdarsteller Karel Roden als Jan Masaryk sehen wir mal in New York, mal in London. Oder sind es nur die Prager Barrandov-Filmstudios?

Weder noch. Beunruhigend der Gedanke, dass das menschliche Auge dieser digitalen Täuchung nicht gewachsen ist.

Bei der Preisverleihung des Filmpreises Český lev am vergangenen Samstag räumte die Produktion "Masaryk" des Regisseurs Julius Ševčík zwölf der begehrten Böhmischen Löwen ab. Darunter auch für die beste Kamera, den besten Schnitt, die besten Kulissen und die besten Kostüme. Am gestrigen 9. März hatte der Film seinen offiziellen Start in den tschechischen Kinos.

Bei der Brücke handelt es sich übrigens, wie Sie selbstverständlich richtig erkannt haben, um die Prager Moldaubrücke Čechův most. Das Hotel Intercontinental an der Pariser Straße wird kurzerhand vom Londoner Westminster-Palast ersetzt. (nk)

Themen: Filmpreis Český lev, Film, Filmindustrie, Filmdreh
Rubrik: Kultur, Musik | 10. März 2017, 08:43 Uhr

Prag - Ihre Ohrwürmer sind heute unvermeidlich fester Bestandteil jeder 70er-Jahre-Party: "Rasputin", "Daddy Cool" oder "Rivers of Babylon" - wer kennt sie nicht. 

Tatsächlich, als Helmut Schmidt noch Bundeskanzler war und die wichtigste, von Ilja Richter moderierte Musiksendung in Deutschland den programmatischen Titel "Disco" trug, kam man an Boney M. nicht vorbei.  

Da bei der vom deutschen Produzenten Frank Farian geformten und letztlich über eine Künstleragentur bunt zusammengewürfelten Truppe von Anfang an hohe personelle Fluktuation herrschte (singen konnten ihre Mitglieder fast alle nicht, wie selbst Farian gegenüber der Bravo einräumte), wäre es vermutlich auch gar nicht so wichtig, dass mit Sängerin Liz Mitchell heute immerhin noch ein Original-Mitglied aus den 70ern auf der Bühne steht.  

Am 3. März trat Boney M. in der Kleinen Sporthalle in Prag-Holešovice auf. (nk)

Themen: Boney M., Konzerte
prag aktuellprag aktuell | Rubrik: Politik | 9. März 2017, 22:43 Uhr
Staatspräsident kündigte vor seinen Anhängern auf der Prager Burg erneute Kandidatur an

Prag - Der amtierende tschechische Staatspräsident Miloš Zeman hat heute bei einem Empfang auf der Prager Burg seinen Anhängern bekannt gegeben, dass er für eine zweite Amtszeit kandidieren werde.

Das berichtet am späten Abend das öffentlich-rechtliche Tschechische Fernsehen (ČT), das auch Ausschnitte der mit einem Mobiltelefon aufgenommen Ansprache des Staatspräsidenten sendete.

Dass er heute seine Entscheidung verkünden würde, hatte Zeman bereits vor mehreren Wochen angekündigt. Überrascht haben dürfte die heutige Ankündigung, erneut in den Ring um die Präsidentschaft steigen zu wollen, dabei kaum einen politischen Beobachter.

Den Rahmen für die bildete der Empfang für seine Anhänger, den Miloš Zeman anlässlich des Jahrestages seiner Inauguration zum Präsidenten am 8. März 2013 jedes Jahr veranstaltet. Wie das Tschechische Fernsehen berichtet, waren diesmal etwa tausend Gäste geladen. Nach Angaben von Präsidentensprecher Jiří Ovčáček handelte es sich dabei um Persönlichkeiten, die "in guten und in schlechten Zeiten an der Seite des Herrn Präsidenten gestanden" hätten. 

In Tschechien wird der Staatspräsident seit dem Jahr 2013 direkt vom Volk gewählt. Die nächste Präsidentschaftswahl findet im Januar 2018 statt. Vor fünf Jahren hatte sich Zeman in der Stichwahl gegen Karel Schwarzenberg durchgesetzt. (nk) 

Themen: Präsidentschaftswahlen 2018, Miloš Zeman
Rubrik: Kultur, Bildende Kunst | 9. März 2017, 00:32 Uhr
Ausstellung der Nationalgalerie Prag macht die Arbeitstechniken hinter berühmten Gemälden des 14. bis 16. Jahrhunderts sichtbar

Prag - Was passiert, wenn alte Meister und neugierige moderne Wissenschaftler aufeinandertreffen? Erstere landen auf dem Seziertisch, ihre Arbeiten werden geröntgt, Ultraschall-, Pollen-, Massenspektralanalyse, C14-Methode, DNA- und Psychoanalyse unterzogen.

Kurzum: Dem Zauber Jahrhunderte alter Gemälde und den Geheimnissen ihrer mittelalterlichen Meister wird mit "innovativen Forschungsmethoden" zu Leibe gerückt, die Leinwände auf Herz und Nieren geprüft.

Dass das spannend sein kann, beweist die Nationalgalerie Prag. Seit Mitte Februar zeigt sie ausgewählte Tafelbild-Gemälde des Mittelalters und deren Unterzeichnungen. Die Ausstellung ist Teil des Projekts "Kunst und Naturwissenschaften" und in den Ausstellungsräumen des Agnesklosters in der Prager Altstadt zu finden.

Die Nationalgalerie präsentiert dabei die Rechercheergebnisse in Kontrast zu den Original-Gemälden. Der Betrachter erhält so die Möglichkeit, die Werke in neuem Licht zu sehen und bisher unbemerkte Details zu entdecken. Ebenso werden Einblicke in die Arbeitsprozesse der Maler und Bildhauer des Mittelalters gegeben.

Begleitend zur Ausstellung ist eine detaillierten Monographie erschienen. Anknüpfend an die aktuelle Exposition folgt Ende des Jahres Ausstellung, die den Fokus auf die Dekorationsarbeiten von Maler und Bildhauern des Mittelalters legt. (larf/nk)

Bildnachweis:
Ngprague.cz
Themen: Nationalgalerie Prag, Malerei, Ostern, Pfingsten
Rubrik: Kultur, Musik | 8. März 2017, 22:20 Uhr
Open-Air-Festival außerdem mit Simple Plan, Machine Gun Kelly, Enter Shikari, Royal Republic

Prag - Die vierte Auflage des Aerodrome Festivals kann auch dieses Jahr mit einem großartigen Line-up auftrumpfen. Headliner des Open-Air-Konzerts ist mit der Rockband Linkin Park, niemand geringeres als eine der bekanntesten und erfolgreichsten Musikgruppen unserer Zeit.

Zum ersten Mal seit zehn Jahren haben alle Prager Fans der Band um Sänger Chester Bennington die Möglichkeit, ihre musikalischen Idole in ihrer Stadt live zu erleben.

Doch auch die weiteren Gigs des Aerodrome Festivals müssen sich nicht verstecken, so kommen mit der kanadischen Rockband Simple Plan, dem US-Amerikanischen Rapper Machine Gun Kelly, der britischen Post-Hardcore-Band Enter Shikari und der schwedischen Rockband Royal Republic weitere Hochkaräter der internationalen Musikszene auf den Flugplatz an der Metrostation Letňany.  

Entsprechend groß ist demnach offenbar die Vorfreude auf das Open-Air-Konzert - gemäß den Infos der Ticketbörse Viagogo.com sind nur noch wenige Restkarten verfügbar. Karten gibt es derzeit auf jeden Fall noch bei dem tschechischen Online-Vorverkauf von Virtual Tickets.(siml)

Bildnachweis:
Facebook | Aerodrome Festival CZ
Themen: Rockfestivals, Open Air, Aerodrome Festival Prague
Rubrik: Kultur, Bildende Kunst | 8. März 2017, 21:46 Uhr
Retrospektive Ausstellung im Palais Kinský am Altstädter Ring

Prag - Ab Ende April zeigt die Prager Nationalgalerie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft und dem Goethe-Institut Prag eine rückblickende Auswahl an Werken des deutschen Künstlers Gerhard Richter. Es ist die erste Ausstellung dieser Art in Mitteleuropa. Richter gilt als der wichtigste deutsche Repräsentant zeitgenössischer Malerei und seine Arbeiten gehören zu den teuersten auf dem Kunstmarkt gehandelten Werken eines lebenden Künstlers überhaupt.

Mehr als fünfzig Kunstwerke Richters aus den vergangenen sechzig Jahren werden in der Ausstellung gezeigt. Von Realismus bis Naturalismus, über Pop Art und abstrakte Kunst, bewegt sich Richter in verschiedensten Genres. Verbunden sind die Werke durch die Thematik "Geschichte". Der Betrachter erhält nicht nur Einblicke in die Geschichte Deutschlands, sondern auch des Künstlers, seiner Familie und der Kunst selbst.

In chronologischer Reihenfolge greift jeder Ausstellungsabschnitt eine neue Thematik auf. Richter strebt stets danach, die Kunst voranzutreiben und experimentiert dabei mit den verschiedensten stilistischen Ausdrucksweisen. Der letzte Abschnitt der Sammlung zeigt seine neusten Werke: realistische Malereien, Stillleben, Objekte und Abstraktionen.

"Als Chefkurator konnte für dieses Vorhaben der US-amerikanische Kurator Robert Storr, ein anerkannter Experte und Freund von Richter, gewonnen werden. Mit dieser Ausstellung, die im europäischen Kulturkalender des Jahres 2017 einen Spitzenplatz besetzen wird, werden Richters Arbeiten erstmalig in einer umfassenden Weise in Tschechien präsentiert", streicht das Goethe-Institut Prag die Bedeutung der Werkschau in Prag heraus. 

Die Ausstellung ist Teil des Deutsch-Tschechischen Kulturfrühlings 2017 und zugleich eines der wichtigsten Ausstellungsprojekte dieses Jahres der Nationalgalerie Prag. Anlass ist der 20. Jahrestag der Deutsch-Tschechischen Erklärung. (larf/nk)

Bildnachweis:
Ngprague.cz
Themen: Nationalgalerie Prag, Gerhard Richter, Malerei, Ausstellungen, Ostern, Pfingsten
Rubrik: Wirtschaft | 7. März 2017, 17:17 Uhr

Prag, 07.03.2017 - René Harun (43) ist seit März der neue Bereichsleiter Markt- und Absatzberatung in der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) und Geschäftsführer der DTIHK-Tochtergesellschaft AHK Services s.r.o.

"Der deutsch-tschechische Außenhandel läuft auf vollen Touren. Jetzt geht es darum, gemeinsam mit Schlüsselunternehmen Topthemen wie intelligente Infrastruktur voranzubringen. Ich freue mich, insbesondere in diesem Bereich einen Schwerpunkt setzen zu können. Tschechien bietet hierfür hervorragende Voraussetzungen, zumal die Strategie Industrie 4.0 schrittweise Einzug hält. Dabei steht für uns auch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle mit Startups im Fokus", erklärt René Harun.

Harun studierte Germanistik und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule AKAD Stuttgart. Er arbeitete als Manager für Public Relations und Investor Relations bei Lycos Europe in Gütersloh. Vor allem aber hat er langjährige Erfahrung in der Förderung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen.

Ende der 1990er Jahre leitete Harun in Moskau ein Multimedia-Projekt von Siemens und dem Goethe-Institut. Von 2002 bis 2011 war er Bereichsleiter Mitgliederservice in der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer in Moskau, in St. Petersburg wirkte er bis 2015 als Delegierter der Deutschen Wirtschaft und Leiter der Filiale Nordwest. Bevor er nach Prag kam, war Harun Geschäftsführer der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer in Teheran. Er spricht deutsch, englisch, russisch und etwas tschechisch. 

Bildnachweis:
Jaromír Zubák