TV-Sender Prima hat Erfolg mit Klage gegen Verdikt des RRTV
Prag - Der Fernsehsender TV Prima muss möglicherweise die Millionenstrafen für die Ausstrahlung der ersten Staffel der Reality-Show VyVolení (R(A)usgewählt) doch nicht zahlen. Das Stadtgericht in Prag hob am Mittwoch weitere drei Entscheidungen des Rundfunk- und Fernsehrats (RRTV) auf.
Dies berichtet die in Prag erscheinende Tageszeitung Mladá fronta Dnes.
Bereits am Dienstag übergab das Gericht dem RRTV zur neuerlichen Überprüfung eine Fünf-Millionen-Strafe, am Mittwoch dann drei weitere in Höhe von 6,5 Millionen Kronen. Die Fünf-Millionen-Strafe betraf die Sendungen der Show vom 19. bis zum 25. August 2005, weitere Millionstrafen für Sendungen vom 16., 17. und 22. September 2005.
Der Fernsehrat hatte dem Fernsehsender Prima im Verlauf der ersten Staffel der Reality-Show Strafen in Höhe von insgesamt 22,5 Millionen Kronen auferlegt. Der Sender TV Nova, der im vergangenen Jahr die Reality-Show Big Brother ausgestrahlt hatte, war ebenfalls mit Strafen in einer Gesamthöhe von 16,8 Millionen Kronen belegt worden. In der Begründung des Medienrats hieß es damals, die Shows enthielten "ein Übermaß verbaler Gewalt und Sexualität mit deutlichen Zügen von Vulgarität und Obszönität".
Beide Fernsehstationen hatten Anfang des Jahres beim Stadtgericht Prag gegen die Strafen geklagt.
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Tschechien Online, 3.5.2006. Fotos: TV Prima